Fahrradfahren: 7 Gründe, warum Du öfter Dein Rad nutzen solltest

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dina Beier. Sie schreibt auf Ihrem Blog richKind über Minimalismus, unkomplizierte vegane Ernährung und Freiheit. Mit ihren Inhalten steht Dina für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil, ganz ohne erhobenen Zeigefinger und Panikmache.

Ich lebe minimalistisch. Für mich bedeutet Minimalismus möglichst frei, unkompliziert und selbstbestimmt zu leben. Neben dem zu Fuß gehen ist das Radfahren Minimalismus pur: Es integriert Sport einfach in Deinen Alltag, minimiert Stress und schont Deinen Geldbeutel. Aber das ist noch längst nicht alles – in diesem Artikel erfährst Du weitere Vorteile, die Radfahren für Dich hat.

1. Radfahren hält fit & gesund – ganz ohne Fitnessstudio

Schnapp Dir den Drahtesel und ersetze damit die S-Bahn auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Das hält fit, beugt Herzkrankheiten vor und wirkt sich positiv auf Deine mentale Gesundheit aus. Dabei ist die Bewegung besonders gelenkschonend: Etwa zwei Drittel des Körpergewichts werden allein vom Sattel getragen. Und das Beste: Durch die Bewegung an der frischen Luft werden Stresshormone beseitigt und Glückshormone ausgeschüttet. Du brauchst also gar keine teuren Spa-Behandlungen, um runterzukommen. Oft reicht der Heimweg auf dem Rad schon völlig aus. Gesundheit ist wichtigstes Kapital, in welches wir auf einfache und minimalistische Art und Weise investieren können: frische Lebensmittel und regelmäßige Bewegung. Das geht ganz unkompliziert, ohne viel Equipment und ohne Fitnessstudio, mit dem eigenen Fahrrad. Fahrrad fahren ist Minimalismus leicht gemacht.

2. Mit dem Rad schneller durch den Berufsverkehr

Wer kennt es nicht? Sich morgens durch den Berufsverkehr zur Arbeit zu quälen ist nicht nur eine Strapaze für Stadt und Umwelt, sondern auch für die eigene Befindlichkeit. Man hangelt sich von roter Ampel zu Ampel, hört Beiträge im Radio, die einen weder interessieren noch irgendwie weiterbringen und hängt den eigenen Gedanken ziellos nach. Und auch beim Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sieht es nicht anders aus. Die meiste Zeit verbringt man wartend am Gleis, lässt sich dann doch zu einem nach Pappe schmeckenden Coffee-To-Go mit süßem Stückchen verleiten und fragt sich, welchen Mehrwert das alles eigentlich hat.

Fährt man dagegen mit dem Fahrrad zur Arbeit, lässt sich all das schnell vergessen. Beim Fahrradfahren schlängelst Du Dich an langen Staus vorbei, musst auf keine verspätete S-Bahn warten und kannst direkt von der eigenen Haustür losradeln, durchtreten, und entspannt ankommen – und das mit den einfachsten Mitteln. Das hat auch eine Studie bewiesen: Mitarbeiter, die morgens mit dem Rad ankommen, arbeiten den Tag über produktiver. Fahrrad fahren wirkt sich dadurch nicht nur positiv auf Deine Stimmung, sondern auch auf die deines Chefs aus.

3. Umgebung kennenlernen – einfach und unkompliziert

Im Auto sitzend nimmt man die Umgebung nur eingeschränkt wahr. Oft besteht sie lediglich aus Ampeln, Straßenschildern und weiteren Autos. Beim Fahrradfahren lässt sich die Umgebung allerdings ganz anders wahrnehmen.

Fahr doch beispielsweise einmal weiter aus der Stadt, um dem Alltag zu entfliehen. Mit dem Fahrrad ändert sich die Perspektive schlagartig: Du entdeckst Neues, nimmst die Natur mit ihren Farben und Formen intensiver wahr. Packe ein paar einfache Leckerbissen ein, eine Flasche Wasser und eine Decke für dein kleines, minimalistisches Abenteuer in der Natur. Mehr braucht es nicht, um dem städtischen Wahnsinn für ein paar Stunden zu entfliehen und durchzuatmen, frei zu sein.

Das ist Minimalismus: das Leben bewusst wahrnehmen. Ohne Spontankäufe, Geldsorgen und Stress.

4. Gutes tun für die Umwelt

Fahrrad fahren ist zu 100% emissionsfrei. Klar, auch für die Produktion der Räder müssen Rohstoffe aufgewandt werden. Für ein Rad werden etwa 5.000 Liter Wasser benötigt. Für die Produktion eines Autos bedarf es allerdings 40.000. Hegt und pflegt man das eigene Fahrrad also, bleibt es einem jahrelang erhalten – und ist irgendwann wirklich CO2-neutral. Fahrräder sind zudem deutlich leiser als Autos und verursachen lediglich einen Bruchteil des Verkehrslärms. Das schont nicht nur die eigenen Ohren, sondern die gesamte Natur. Also: Statt Benzin und Diesel lieber Muskelkraft aufwenden, dabei der eigenen Gesundheit und ganz nebenbei noch der Umwelt etwas Gutes tun. Burn fat, not oil!

5. Fahrradfahren bringt Dich mit Gleichgesinnten zusammen

Das Schönste am Fahrradfahren: Es ist sozial und bringt Dich mit all jenen zusammen, die ähnlich denken. Ob kurzer Plausch an der roten Ampel oder spontane Zusammenkunft am „Fahrradparkplatz“: Auch auf gemeinsamen Radtouren lassen sich Stadt und Umgebung einfach erkunden. Forme echte Freundschaften mit Gleichgesinnten und lernt Euch auf minimalistische Art und Weise kennen.

6. Fahrrad fahren spart Platz

Hast Du mal überlegt, wie viele Fahrräder auf einem Parkplatz parken könnten? Etwa 8 Fahrräder passen im Schnitt auf einen regulären Autoparkplatz. Der Griff zum Rad ist somit auch Bekenntnis zu einer effizienteren Nutzung unserer Verkehrsflächen. Auch im privaten Bereich sind Fahrräder echte „Platzwunder“. Keine Lust auf die alltägliche Parkplatzjagd nach Feierabend? Ein Fahrrad lässt sich praktisch überall abstellen! Mit dem Fahrrad verabschiedest Du Dich von überflüssigen Anhängseln wie Garage und Stellplatz. Und auch in der Wohnung sind Falträder beispielsweise kleine Helferlein, was die Platzaufteilung in der engen Stadtwohnung angeht: eingeklappt lassen sie sich problemlos im Schrank verstauen.

7. …und Geld

Klar, auch ein Fahrrad muss erst einmal angeschafft werden, doch nach Anschaffung verursacht es lediglich geringe Kosten. Der Schlauch möchte das ein oder andere Mal ausgetauscht, die Kette mal nachgezogen werden. Die Nutzungskosten belaufen sich allerdings pro gefahrenen Kilometer auf etwa 20 Cent. Beim Auto liegen die Kosten bei etwa 60 Cent. Oder anders gerechnet: Ein gutes Fahrrad gibt es bereits ab 500€. Das hält mindestens 5 Jahre, je nachdem wie intensiv es gefahren und gepflegt wird. Eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt ohne Vergünstigung bei etwa 1500€. Und ein Auto…kostet knapp 4.000€ im Jahr. Das einfachste, minimalistischste Fortbewegungsmittel ist zudem auch das günstigste.

Das Fahrrad erlaubt Dir, gesund in Bewegung zu sein, Deinen Beitrag zur Umwelt zu leisten, Gleichgesinnte zu treffen. Das Fahrrad erlaubt Dir, freier zu sein.

Also: Burn fat, not oil.

Liebe Dina, vielen herzlichen Dank für Deinen tollen Gastartikel.

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2 Gedanken zu „Fahrradfahren: 7 Gründe, warum Du öfter Dein Rad nutzen solltest“

  1. Liebe Dina, lieber Viktor,

    ein schöner und wichtiger Artikel. Er löst in mir den Impuls aus, wieder mehr Rad zu fahren!

    Ein Leben ohne Fahrrad ist möglich, aber sinnlos.

    Viele Grüße

    Christof

    1. Lieber Christof,

      ich sehe es auch so! Schön zu lesen, dass Du nun einen Impuls hast, das Thema aufzugreifen
      und vielleicht schon bald wieder regelmäßig mit dem Rad zu fahren.
      Du wirst Dich unabhängiger und fitter fühlen – das verspreche ich Dir! 🙂

      Liebe Grüße,
      Viktor

      P.S. Falls Du noch mal eine Beratung oder Empfehlung für ein Rad benötigst, einfach melden. 😉

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