Gokan no Ge – 5 Gedanken vor der Mahlzeit

Der Zen-Buddhismus ist ein Übungsweg – im Geiste der Achtsamkeit – um den Geist zu klären und das Herz zu beruhigen.

Mit Zazen (jap. 座禅, dt. „Sitzmeditation“) – die im Lotossitz auszuführende gegenstandslose Meditation des Zen-Buddhismus – erlangst Du mehr Achtsamkeit in Deinem Alltag.

Das „Gokan no Ge“ oder die „Fünf Gedanken“, ist ein buddhistischer Gesang, der vor Mahlzeiten angestimmt wird. Es genügt natürlich, es nur gedanklich zu praktizieren. Viel wichtiger ist die Achtsamkeit und Dankbarkeit vor und während der Aufnahme einer Mahlzeit.

Gokan no Ge 
  1. Denke nach, woher die Nahrung vor Dir kommt – wie sie angebaut, zubereitet und serviert wurde. 
  2. Denke über Deine Tugenden und Dein Verhalten nach. Bist Du der Mahlzeit würdig? 
  3. Konzentriere Dich allein auf die Mahlzeit vor Dir, nimm Dir Zeit für sie und denke an nichts anderes.  
  4. Iss nicht wie ein Gourmet, urteile nicht, ob das Mahl schmeckt oder nicht. Es dient einzig der Lebenserhaltung.  
  5. Sei dankbar für alles und esse mit Dankbarkeit. Eine Mahlzeit zuzubereiten und zu sich zu nehmen, sobald meditiert wurde, ist Teil des Weges auf dem tugendhaften Weg des Buddhismus. 

An jedem Punkt sitzt er aufrecht, legt seine Hände im Gebet zusammen und sagt mit klarer Stimme „itadakimasu“. Ein japanischer Begriff, der vor den Mahlzeiten verwendet wird, um Dankbarkeit und Demut auszudrücken. Erst dann kann der Mönch endlich seine Essstäbchen nehmen, um sein Essen zu genießen. Diese fünf Punkte basieren auf zwei wichtigen Zen Büchern,  Tenzé Kykun und Fushuku Hanpé, die vorschreiben, wie man Nahrung zubereitet und zu sich nimmt. Beide Texte wurden von Dogen Zenji zusammengestellt. 

Dōgen Zenji, auch Kigen oder nach dem von ihm gegründeten Tempel Eihei-ji. Eihei (japanisch 道元禅師 Dōgen Zenji – Meister Dōgen;希玄, 永平) (* 26.Januar 1200 in Uji; † im Spätsommer 1253 in Kyōto) war ein Lehrer des japanischen ZenBuddhismus und einflussreicher Abt. 

Nachdem er schon einige Jahre im Kennin-ji-Kloster Mönch war, ging Dogen 1223 nach China, wo er unter Meister T`ien-t`ung Ju-ching tiefe Erleuchtung erfuhr. 1227 kehrte er nach Japan zurück und lebte im Kloster Kennin-ji in Kyoto. Er übertrug die Chan-Schule mit der rituell und kollektiv geübten Sitzmeditation Zazen aus China nach Japan.

Nachdem er schon einige Jahre im Kennin-ji-Kloster Mönch war, ging Dogen 1223 nach China, wo er unter Meister T`ien-t`ung Ju-ching tiefe Erleuchtung erfuhr. 1227 kehrte er nach Japan zurück und lebte im Kloster Kennin-ji in Kyoto. 1236 gründete er das Kosho-ji, das erste Sōtō-Zen-Kloster Japans. Doch betrachtete er sich nicht als Gründer einer neuen „Sōtō-Sekte“, sondern nur als Erneuerer der ursprünglichen, authentischen Buddha-Lehre, die er auf einer Chinareise entdeckt zu haben meinte.

1243 verließ er das Kloster, da er seine Übertragungslinie vom weltlichen Einfluss fernhalten wollte, und zog sich in den Bergen in der Provinz Echizen zurück. Dort lebte er zunächst in einer Einsiedelei, doch aus der Hütte in der er dort lebte, entwickelte sich mit der Zeit das große Kloster Eihei-ji, das bis heute, neben dem Soji-ji, das wichtigste Kloster des jap. Soto-Zen ist.

Vielleicht konnte ich Dich mit diesem Artikel dazu bewegen, es auszuprobieren oder gar möglichst oft und ähnlich zu praktizieren. Berichte mir gerne von Deiner bisherige Erfahrung.

60 Zitate von Epikur, dem Meister der Naturlehre, Logik und Ethik

Epikur war ein griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus und der epikureischen Schule, der etwa 341 bis 271 vor Chr. gelebt hat. Da sich Epikur und seine Anhänger häufig in einem Garten versammelten, wird seine Schule nach dem griechischen Wort für Garten (κῆπος) auch Kepos genannt.

In einem Garten zu Athen kündete Epikur Freunden und Schülern die frohe Botschaft, dass der Mensch ein Recht habe, glücklich zu sein, und dass es zu den Pflichten eines Mannes gehöre, dieses Recht sein eigen zu machen. Eine Weisheit floss von den Lippen des Philosophen, der den Körper schön und gesund, den Geist frisch und duldsam, die Seele aber gut haben wollte. In den menschlichen Fähigkeiten sah er nur Mittel, den Reichtum dieser Erde zu genießen und die Waffen des Leides von sich abzuwehren.

Kein Widerspruch und kein Streit störte die heiteren Gelage der Freunde, denn im Gegensatz zu allen anderen Bekenntnissen der Philosophie und Religion spalteten sich die Junger des Gartens niemals in Sekten, sondern hielten stetes Gebote fest: das Schöne in Frieden zu genießen und Andersdenkende ohne Bekehrungsversuch bei ihrem Glaube zu lassen.

Die höchste Stufe der Weisheit ist innere Ruhe, deren der Mensch durch lange Arbeit an sich und durch tiefes Nachdenken über seine Anlagen teilhaftig wird. Mit den nachfolgenden Zitaten kann jeder wunderbar in sich kehren. 

„So halten wir die Genügsamkeit für ein großes Glück, nicht, weil wir uns beständig mit wenigem begnügen wollen, sondern damit wir froh bleiben, wenn nur weniges vorhanden ist, in der sicheren Überzeugung, dass dem der Überfluss am besten schmeckt, der seiner am wenigsten bedarf.“ Epikur

„Wer sich Weisheit erwirbt, hat ein Gut, das er nie verlieren kann.“ Epikur

„Ich will dir ein unschuldiges Sympathiemittel verraten: Liebe erst selbst, und Du wirst schon wieder geliebt werden. Ein Epikureer zu Epikur

„Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.“ Epikur

„Wenn der Gott den Gebeten der Menschen entsprechen würde, dann wären schon längst alle Menschen zugrunde gegangen, weil sie unablässig viel Schlimmes gegeneinander erbitten.“ Epikur

„Hört niemals auf über das Wesen meiner Lehren nachzudenken, ob ihr allein seid oder mit einem gleichgestimmten Freund. Dann gewinnt ihr ruhigen Schlaf und könnt euch in Ruhe an eurer Fähigkeit erfreuten. Wer so weit gekommen ist, lebt wie ein Gott unter den Sterblichen.“ Epikur

„Der Freund wird für den Freund das Leben lassen, ohne mit der Wimper zu zucken, wenn dieses Opfer wahren Nutzen bringt.“ Epikur

„Nichts genügt dem, für den genug zu wenig ist.“ Epikur

„Der Tod ist gut, wie das Leben gut ist, denn es gibt ihn nicht, solange man empfindet, und wenn er eintritt, empfindet man nicht mehr.“ Epikur

„Schlimm ist der Zwang, doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben.“ Epikur

„Wer den Frieden der Seele hat, beunruhigt weder sich selbst noch einen anderen. Epikur

„Die Kriterien der Wahrheit sind die Sinne, die Begriffe und die Gefühle.“ Epikur

„Aus Angst, mit Wenigem auskommen zu müssen, lässt sich der Durchschnittsmensch zu Taten hinreißen, die seine Angst erst recht vermehren.“ Epikur

„Das vollkommen glückliche, wenige Wesen tut weder selbst Arbeit noch bürdet es anderen solche auf. Deshalb ist es weder für Zorn noch für Gunst empfänglich, denn beide Eigenschaften sind Zeichen der Schwäche. Das Vorhandensein der Gottheit lässt die Vernunft erkennen, aber die Menschen haben vielerlei Götter erfunden und ihnen die eigenen Leidenschaften angedichtet, das heißt, sie haben nach ihrem Ebenbild Götter erschaffen.“ Epikur

„Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.“ Epikur

„Bei den meisten Menschen ist die Ruhe Lähmung, die Bewegung Tollheit.“ Epikur

„Der Tod ist uns gleichgültig, denn das Aufgelöste hat kein Gefühl, und wo kein Gefühl mehr besteht, endet alles.“ Epikur

„Der Anfang des Heils ist die Kenntnis des Fehlers.“ Epikur

„Die äußerste Grenze aller Lebensfreude ist Freiheit von allem Schmerz, denn wo eine Kraft wahre Lebensfreude erzeugt, findet weder Schmerz noch Missvergnügen Raum, solange diese Kraft am Werke ist.Epikur

„Der Anfang eines schönen Lebens und höchster Reichtum ist die Weisheit. Daher ist auch Weisheit die wertvollste Frucht aller Philosophie.“ Epikur

„Nicht jeder Schmerz hat seinen Sitz im Körper. Der heftigste Schmerz hat die kürzeste Dauer, so wie auch die höchste körperliche Lust nicht lange währt. Nach schwerer Krankheit überwiegt die Freude über die zurückkehrende Gesundheit die Erinnerung an die ausgestandenen Qualen.“ Epikur

„Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.“ Epikur

„Niemand kann angenehm leben, der nicht klug, anständig und gerecht ist, aber niemand kann klug, anständig und gerecht sein, ohne angenehm zu leben. Wem also Klugheit, Anstand und Gerechtigkeit fehlen, dessen Leben kann auch nicht angenehm verlaufen.“ Epikur

„Tue nichts im Leben, was dir Angst machen muss, wenn es dein Nächster bemerkt.“ Epikur

„Die Lust ist Ursprung und Ziel des glücklichen Lebens.“ Epikur

„Der Reichtum der Natur ist beschränkt und leicht zu erwerben; der Reichtum des äußeren Scheins schweift ins Unendliche.“ Epikur

„Wie die Heilkunst keinerlei Nutzen hat, wenn sie nicht die Krankheiten der Körper vertreibt, so auch nicht die Philosophie, wenn sie nicht das Leiden der Seele vertreibt.“ Epikur

„Lebe heute, vergiss die Sorgen der Vergangenheit.“ Epikur

„Nur selten scheint dem Weisen die Sonne des Glücks. Er geht seinen Weg, indem er lebenslang der Stimme der Natur gehorcht und alles, soweit es in seiner Macht steht, nach ihren Vorschriften einrichtet. “ Epikur

„Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.“ Epikur

„Der Gerechte ist immer heiter und ruhig, der Ungerechten plagt innere Unruhe.“ Epikur

„Das höchste Maß innerer Freuden ist erreicht, sobald alle Vorstellung erkannt und vertrieben sind, die unsere Seele mit Furcht erfüllen.“ Epikur

„Es gibt auch in der Schlichtheit eine Vornehmheit. Wer sie nicht beachtet, erleidet ähnliches wie jener, der in die Grenzenlosigkeit des Genusses verfällt.“ Epikur

„Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen darüber machen uns glücklich oder unglücklich.“ Epikur

„Unendliche Dauer gewährt keine größeren Freuden als ein beschränktes Zeitmaß, wenn die Vernunft die Grenzen gezogen hat.“ Epikur

„Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.“ Epikur

„Die schönste Frucht der Selbstgenügsamkeit ist Freiheit.“ Epikur

„Wenn der Verstand durch Schlüsse Ziel und Grenze alles Körperlichen findet und alle Furcht vor Überirdischem verbannt, so ist der Grund zu einem vollkommenen Leben gelegt, zu dessen Fortdauer das Verlangen schwindet. Wir bleiben heiter, selbst wenn uns die Umstände zwingen, aus dem Leben zu scheiden, denn man verlässt es gleichgültig, weil man es sich nicht als unendlich vorgestellt hat.“ Epikur

„Die Menschen glauben im allgemeinen gern, was sie wünschen.“ Epikur

„Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.“ Epikur

„Wer die Grenzen des Lebens kennt, weiß auch, wie leicht es ist, das schmerzliche Gefühl des Begehrens zu entfernen und dadurch seine Tage heiter zu stimmen. Dazu bedarf es keines großen Aufwandes, der immer nur Neider erweckt.“ Epikur

„Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.“ Epikur

„Man muss immer sein Augemerk auf das Ziel richten und alle Ansichten auf diesen Zweck hin prüfen. Sonst bleibt Verwirrung und Unruhe unser Teil.“ Epikur

„Von allen Dingen, die das Glück des Lebens ausmachen, schenkt die Freundschaft uns den größten Reichtum.“ Epikur

„Solange du nicht deine gesamten Handlungen mit den Geboten der Natur in Einklang bringst, sondern vielmehr deine Begierden und deinen Hass von der Natur abkehrst, werden deine Handlungen mit der Vernunft in Widerspruch stehen.“ Epikur

„Wer des folgenden Tages am wenigsten bedarf, begrüßt ihn am freudigsten.“ Epikur

„Von allen Gütern, mit denen ein Weiser die Glückseligkeit seines Lebens vorbereitet, ist das größte die Freundschaft. Man kann ganz gewiss annehmen, dass durch Freundschaft das ganze Leben sichergestellt ist.“ Epikur

„Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.“ Epikur

„Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz, dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann.“ Epikur

„Wer in sich selber Frieden hat, schafft weder sich noch anderen Unruh.“ Epikur

„Für uns bedeutet Freude: keine Schmerzen haben im körperlichen Bereich und im seelischen Bereich keine Unruhe verspüren.“ Epikur

„Einige unserer Begierden sind natürlich und notwendig, andere natürlich und nicht notwendig, eine dritte Art ist aber weder natürlich noch notwendig, sondern entstammt leerer Einbildung. Natürlich und notwendig sind solche, deren Befriedigung ein schmerzliches Gefühl endet, wie der Trank den Durst löscht. Natürlich und nicht notwendig sind Freuden, die dem feinen Geschmack genügen, wie zum Beispiel köstliche Speisen nicht nur den Hunger stillen, sondern auch den Gaumen kitzeln. Weder natürlich noch notwendig sind alle übrigen Begierden, wie der Ehrgeiz nach Macht oder die Sucht nach Ruhm, die durch Aufstellen eines Denkmals Frieden findet.“ Epikur

„Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.“ Epikur

„Zieh dich dann vor allem in dich selbst zurück, wenn du gezwungen bist, unter vielen Menschen zu sein.“ Epikur

„Begierden, deren Erfüllung kein unangenehmes Gefühl verdrängt, sind keineswegs unter die notwendigen zu rechnen. Ihre Freuden verfliegen um so schneller, je schwerer sie zu erlangen sind, und je mehr üble Folgen sie zeitigen.“ Epikur

„Kleine Seelen werden durch Erfolge übermütig, durch Misserfolge niedergeschlagen.“ Epikur

„Das beste Zeichen, dass etwas von Natur aus nützlich sei, besteht darin, dass es weder uns selbst noch anderen schadet.“ Epikur

„Der größte Reichtum ist die Selbstgenügsamkeit.“ Epikur

„Wir dürfen nie vergessen, dass die Zukunft zwar gewiss nicht in unsere Hand gegeben ist, dass sie aber ebenso gewiss doch auch nicht ganz außerhalb unserer Macht steht.“ Epikur

„Lebt wohl und erinnert euch an meine Lehren.“ Epikur

60 Zitate von Seneca, dem Meister weiser Lebenskunst

Seneca war ein römischer Philosoph, Staatsmann und Schriftsteller, der etwa 1 bis 65 nach Chr. gelebt hat.

In Senecas stoischer Philosophie wird gelehrt, wie all das, was dir im Lebensalltag widerfährt, gemeistert werden kann. Du erfährst, wie du dich zu dir selbst, zu anderen und der Welt verhalten solltest. Mithilfe seiner Philosophie und Lehre kannst Du Dein Leben so gestalten, dass Du es jeden Tag neu lieben und genießen kannst. Die aufgewendete Mühe kommt als neue Energie und Freude zurück.

Seneca gilt als einer der wenigen Philosophen, dessen Lebensschwerpunkt im Praktischen lag. Seine Bücher sind mein Lehrstoff fürs Leben, seine Zitate helfen mir im Alltag.

„Wenn du dich der Natur unterwirfst, wirst du nie arm sein; wenn du dich der Meinung unterwirfst, wirst du nie reich sein.“ Seneca

„Nicht auf die Größe des Vermögens, sondern auf die des Geistes kommt es an.“ Seneca

Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.“ Seneca

„Dass wir leben, ist unzweifelhaft ein Geschenk der Götter, dass wir gut leben, ein Geschenk der Philosophie. Die Weisheit ist die Lehrerin der Seele. Die Gestaltung des Lebens selbst ist ihre Aufgabe und Kunst. Indes ist es nur das glückliche Leben, auf das sie zählt: dahin führt sie, dahin öffnet sie die Wege.“ Seneca

„Wenn du nur das tun willst, was mit Sicherheit gut ausgehen wird und von dem du die Wahrheit erkannt hast, dann wirst du in deinem Leben auf alles Handeln verzichten müssen.“ Seneca

„Der Weise ist der Meister in der Kunst, die Übel zu bändigen.“ Seneca

„Liebe die Vernunft! Diese Liebe wird dich wappnen auch gegen das Härteste.“ Seneca

„Nichts ist schwieriger für einen überlasteten Menschen, als gut zu leben.“ Seneca

„Das ist die Hauptquelle unserer Fehler, dass wir bei allen unseren Entschließungen das Leben immer nur stückweise in Betracht ziehen, niemals das Ganze.“ Seneca

„Ziehe dich in dich selbst zurück, so viel du kannst; verkehre mit denen, die dich besser machen, und verstatte solchen den Zutritt, die du besser machen kannst.“ Seneca

„Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt.“Seneca

„Ich will dir ein Liebesmittel zeigen ohne einen Trank, ohne ein Kraut, ohne Spruch irgendeiner Zauberin: Willst du geliebt sein, so liebe.“ Seneca

„Es gibt nur eine Kette, die uns gefesselt hält, nämlich die Liebe zum Leben. Wir dürfen sie nicht von uns weisen, aber wir müssen ihren Druck mindern, damit uns unter dem Druck der Umstände nichts zurückhalte und hindere bereit zu sein, unverzüglich das zu tun, was einmal doch geschehen muss.“ Seneca

„Der Tod ist die Befreiung und das Ende von allen Übeln, über ihn gehen unsere Leiden nicht hinaus; er versetzt uns in jene Ruhe zurück, in der wir lagen, ehe wir geboren wurden.“ Seneca

„Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.“ Seneca

„Unglücklich ist die Seele, die des Zukünftigen wegen ängstlich ist, und elend ist schon vor dem Elend, wer in Sorgen schwebt, ob das, woran er sich erfreut, ihm auch bis ans Ende verbleiben werde.“ Seneca

„Es gilt, sich von zwei Schwächen zu befreien; von der Furcht vor der Zukunft und von den Erinnerung an vergangenes Leid; das letztere berührt mich nicht mehr, das erst noch nicht.“ Seneca

„Ich halte den nicht für arm, dem das wenige, das er noch übrig hat, genügt.“ Seneca

„Es ist ein Trost für uns Menschen, dass niemand unglücklich ist außer durch eigene Schuld. Gefällt es dir, so lebe; gefällt es dir nicht, so kannst du wieder hingehen, woher du gekommen bist.“ Seneca

„Du wirst aufhören zu fürchten, wenn du aufhörst zu hoffen.“Seneca

„Es gibt keinen größeren Beweis für Geistesgröße, als wenn man sich durch nichts, was einem begegnen kann, in Aufruhr bringen lässt.“ Seneca

„Daher muß man sich durchringen zur Freiheit; diese aber erreicht man durch nichts anderes als durch Gleichgültigkeit gegen das Schicksal.“ Seneca

„Wer die Einsicht besitzt, ist auch maßvoll; wer maßvoll ist, auch gleichmütig; wer gleichmütig ist, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen; wer sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, ist ohne Kummer; wer ohne Kummer ist, ist glücklich: also ist der Einsichtige glücklich, und die Einsicht reicht aus für ein glückliches Leben!“ Seneca

„Aber wie der Abfall des Laubes kein schwerer Schaden ist, weil es sich wieder ersetzt, so steht es auch mit denen, welche du liebst und in denen du deines Lebens Wonne siehst: ihr Verlust kann wieder ersetzt werden, auch wenn sie nicht abermals geboren werden. Aber es werden nicht dieselben sein. Auch du wirst nicht derselbe sein. Jeder Tag, jede Stunde wendet dich.“ Seneca

„Ich will es dahin bringen, dass jeder einzelne Tag mir wie das ganze Leben erscheine. Ich bin bereit zum Aufbruch, und eben dieser Umstand verhilft mir zum Genusse des Lebens.“ Seneca

„Der größte Verlust für das Leben ist die Verzögerung: sie entzieht uns immer gleich den ersten Tag, sie raubt uns die Gegenwart, während sie Fernliegendes in Aussicht stellt. Das größte Hemmnis des Lebens ist die Erwartung, die sich an das Morgen hängt und das Heute verloren gibt. Jetzt, auf der Stelle, erfasse das Leben! Auf!“ Seneca

„Sieh den Tod als gleichgültig an. Haben wir die Furcht vor ihm überwunden, so gibt es nichts Trauriges mehr.“ Seneca

„Nichts aber kann dir für die Maßhaltung in allen Dingen so nützlich sein als ein häufiges Denken an die Kürze des Menschenlebens  und zugleich an seine Unsicherheit. Was du auch tun magst, bedenke das Ende!“ Seneca

„Wer sich hat, der kann nichts verlieren. Aber wie wenigen ist es beschieden, sich zu haben!“ Seneca

„Kein anderer ist würdig des Gottes als wer den Reichtum als gleichgütig ansieht.“ Seneca

„Wer sich mit der Armut gut zu stellen weiß, ist reich.“ Seneca

„Das beste Vermögensverhältnis ist das, welches weder bis zur Armut herabsinkt, noch weit von Armut entfernt ist.“ Seneca

„Unglücklich ist, wer vor der Zukunft Angst hat.“ Seneca

„Ganz besonders sollte man jedoch die Verdrießlichen meiden, die alles bejammern und denen jeder Anlaß hochwillkommen ist zum Lamentieren.“ Seneca

„Es gibt keinen größeren Beweis für Geistesgröße, als wenn man sich durch nichts, was einem begegnen kann, in Aufruhr bringen lässt.“ Seneca

„Allein der ist weise, dem alles gehört und es zu schützen nicht schwer fällt. Der Weise sagt daher: Das alles ist mein! So kommt es, dass er nichts begehrt, weil alles in ihm ist. So besitzt der Weise im Geiste alles.“ Seneca

„Vor nichts muss man sich mehr hüten, als dass man wie das Herdenvieh den Vorangehenden nachlaufe.“ Seneca

„Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest. “ Seneca

„Nicht auf die Größe des Vermögens, sondern auf die des Geistes kommt es an. “ Seneca

„Wandle festen Schrittes. Willst du dir alles untertan machen, so mache dich selbst der Vernunft untertan; viele wirst du lenken, wenn die Vernunft dich lenkt.“ Seneca

„Auch jetzt will ich dich darauf hinweisen, Krankheiten sind Fehler, die sich fest und dauernd eingenistet haben, wie Habsucht und Ehrgeiz; sie haben sich tief in die Seele eingesenkt und sind nachgerade zu chronischen Fehlhaltungen geworden. Auf den kürzesten Ausdruck gebracht: Krankheit (der Seele) ist die starr festgehaltene irrige Meinung, man müsse mit aller Kraft erstreben, was nur in einem sehr geringen Grade erstrebenswert ist. Oder, wenn du dies vorziehst, wollen wir so definieren: Sein Herz allzu sehr hängen an Dinge, die nur in ganz geringem Maße oder überhaupt nicht erstrebenswert sind, oder auf Dinge großen Wert legen, die nur einen bedingten oder gar keinen Wert haben.“ Seneca

„Das höchste Gut bedarf keiner Nachhilfe von außen. Es wird im Innern gepflegt, es besteht ganz aus sich selbst. Ähnlich steht es mit dem Weisen: er zieht sich in sich selbst zurück, ist mit sich allein.“ Seneca 

„Wir befinden uns in einem lang anhaltenden Heilungsprozess unserer Seele. Da übt der Umgang mit der Menge eine feindliche Wirkung aus: keiner, der uns nicht irgendeine Untugend sei es empföhle oder aufdrängte oder unbemerkt beibrächte. Ich kehre habgierig zurück, ehrgeiziger, genusssüchtiger, ja auch grausamer und unmenschlicher, weil ich unter Menschen war. Ziehe dich also in dich selbst zurück soweit wie möglich.“ Seneca

„Einer großen Seele aber ist es eigentlich, gelassen zu sein und ruhig sowie Ungerechtigkeiten und Beleidigungen aus der Höhe zu betrachten.“ Seneca

„Das Gewissen sei unser Leitstern, das Gerede der Leute kümmere uns nicht bei unserem Tun.“ Seneca

„Ich hasche nach Vergnügen; für wen? Für mich. Ich trage also Sorge für mich. Ich meide den Schwerz; für wen? Für mich. Ich trage also Sorge für mich. Wenn ich alles aus Sorge um mich tue, so steht alles andere hinter dieser Sorge für mich zurück. Diese Sorge wohnt allen Geschöpfe inne, sie wird ihnen nicht erst beigebracht, sie bringen sie mit auf die Welt. Die Natur geleitet ihre jungen Geschöpfe und stößt sie nicht von sich. Und weil der Schutz aus der Nähe der sicherste ist, so hat jeder zunächst für sich selbst Sorge zu tragen.“ Seneca

„Machst du den Dienst am Höheren zu deinem Beruf, dann darfst du rechnen auf eine Fülle von herrlichen Erkenntnissen, auf Liebe und Tugend (Weisheit) und auf Ihre Bestätigung, auf gründliche Abschaffung aller übermäßigen Leidenschaften, auf sichere Kunde über Leben und Sterben, auf diese Seelenruhe.“ Seneca 

„So hat unsere Seele ihre krankhaften Seiten, die geheilt sein wollen. Und die Muße, was gibt sie mir zu tun? Ich heile, was an mir wund ist. Ich empfehle dir die Muße, in der du wichtigere und schönere Dinge treiben sollst als die, von denen du dich getrennt hast.“ Seneca

„So sprich zu anderen, damit du, als Sprechender, es selbst hörest, so schreibe, damit du beim Schreiben es selbst auch lesest, beständig auf deine Besserung bedacht und auf Beschwichtigung der stürmischen Affekte. Richte deinen Wissenstrieb nicht auf das >Mehr< sondern auf das >Besser<.“ Seneca

„Das erste, was wir tun müssen, ist, uns selbst zu prüfen. Vor allem ist es nötig, unsere eigenen Kräfte genau abzuschätzen; denn gewöhnlich überschätzen wir unsere Kraft und kommen zu Fall.“ Seneca

„Denn stärker als alles Schicksal ist der Geist, ist die Seele. Sie selbst lenkt die Dinge und ist so die Ursache zu einem glücklichen oder unglücklichen Leben.“ Seneca

„Ins Innere habe ich alles Gute gelegt; des Glückes nicht zu bedürfen, das ist euer Glück.“ Seneca

„Bilde dir nicht ein, dass je einer glücklich sei, der vom Glück abhängt. Auf brüchigem Grunde steht, wer den Quell seiner Freude in dem hat, was von außen kommt; die Freude wird dahinschwingen, die von außen stammt. Aber was dem Inneren entquollen, das ist treu und fest und nimmt zu und verlässt uns nicht bis ans Ende.“ Seneca

„Glücklich kann derjenige genannt werden, der weder von Begierden, noch von Furcht erregt wird – wohlverstanden dank seiner vernünftigen Einsicht. Denn es gibt kein Glück, das nicht die Furchtlosigkeit zur Voraussetzung hätte.“ Seneca

„Der ist der Glücklichste und der unbedingt sichere Herr seiner selbst, der dem morgenden Tag ohne Bangen entgegensieht. Wer sagen kann: >Ich habe gelebt<, der erhebt sich täglich zu neuem Gewinn.“ Seneca

„Die Heilung der Seele aber, einmal vorgeführt, gilt für immer. Vernimm, was ich unter einer gesunden Seele verstehe: Sie ist mit sich selbst zufrieden, sie hat volles Vertrauen zu sich, sie weiß, dass alle Wünsche der Menschen, dass alle gewährten und erbetenen Wohltaten für das glückliche Leben keine Bedeutung haben.“ Seneca

„Wo ich auch bin, da gehöre ich mir selbst.“ Seneca

„Wer nach Fremden hinschielt, dem gefällt das Seinige nicht.“ Seneca

Wie könnte auch irgend jemand glücklich leben, der immer nur an sich denkt und alles seinem persönlichen Vorteil dienstbar zu machen sucht? Für einen anderen musst du leben, wenn du für dich selbst leben willst. Der Weise ist zur Hilfe für die Gemeinschaft geboren und zum allgemeinen Wohl.“ Seneca

„Wie lange ich lebe, das hängt nicht von mir ab, ob ich aber wirklich lebe, das hängt von mir ab.“ Seneca

„Vergiss die Alten nicht! Nicht nur die leben, können uns helfen, sondern auch, die gelebt haben.“ Seneca