Desiderata – weises Lebensgedicht für Deinen Lebensweg

Dieses Gedicht – mit all der Lebensweisheit für einen Lebensweg – ist für mich etwas ganz Besonderes. Deshalb möchte ich es mit Dir teilen und hoffe, dass Du etwas davon für Dich – für Deinen Lebensweg – mitnehmen kannst.

Desiderata

GEHE RUHIG und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.

Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du stolz werden oder Dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du. Erfreue Dich daher Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne.

Bleibe weiter an Deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer er sein mag. Er ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.

Sei du selbst. Vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung und sei nicht zynisch, was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Würde auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind die Folge von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht geringer als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht, hier zu sein. Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht: Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott, welche Vorstellung Du auch von ihm hast. Was auch immer Dein Mühen und Sehnen ist, in der lärmenden Wirrnis des Lebens, erhalte Dir den Frieden mit Deiner Seele.

Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön.

Sei achtsam.

Strebe danach, glücklich zu sein.

Max Ehrmann (1926)

A poem by Max Ehrmann (Englisch Original)

GO PLACIDLY amid the noise and haste, and remember what peace there may be in silence.

As far as possible without surrender be on good terms with all persons. Speak your truth quietly and clearly; and listen to others, even the dull and ignorant; they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons, they are vexations to the spirit. If you compare yourself with others, you may become vain and bitter; for always there will be greater and lesser persons than yourself. Enjoy your achieve- ments as well as your plans.

Keep interested in your career, however humble; it is a real possession in the changing fortunes of time. Exercise caution in your business affairs; for the world is full of trickery. But let this not blind you to what virtue there is; many persons strive for high ideals; and everywhere life is full of heroism.

Be yourself. Especially, do not feign affection. Neither be cynical about love; for in the face of all aridity and disenchantment it is as perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years, gracefully surrendering the things of youth. Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness. Beyond a wholesome discipline, be gentle with yourself.

You are a child of the universe, no less than the trees and the stars; you have a right to be here. And whether or not it is clear to you, no doubt the universe is unfolding as it should.

Therefore be at peace with god, whatever you conceive Him to be, and whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its sham, drudgery and broken dreams, it is still a beautiful world.

Be cheerful. Strive to be happy.

– Max Ehrmann

Notierst Du Dir ebenfalls gerne Zitate und Gedichte aus Büchern und Texten, um diese immer wieder zu lesen und zu verinnerlichen? Welches ist Dein derzeitiges Lieblingszitat oder Gedicht?

Jetzt vorbestellen: „Das Minimalismus-Projekt“ von Christof Herrmann

Am 2. September ist es endlich so weit. Der Blogger und Autor Christof Herrmann von einfachbewusst veröffentlicht seinen Ratgeber “Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein” im Gräfe und Unzer Verlag (erhältlich als Buch und E-Book).

Diese Buch wird einen neuen Impuls in Dein Leben bringen. Versprochen!

Denn das Thema um Minimalismus, Reizüberflutung, negative Gewohnheiten, Stress und Burnout ist aktueller denn je.

Es wird stets an der Zeit sein, mehr acht auf sich zu geben, mehr Zeit für wichtige Menschen aber auch für sich selbst zu nehmen. Lebensfreunde und Dankbarkeit zu empfinden. Den gegenwärtigen Moment zu genießen. Die ferne Zukunft gedanklich unberührt zu lassen. Positive Lebenseinstellung und Grundhaltung zum Lebensfundament zu machen. Und Weiteres – was ebenso wichtig erscheint – nicht unberührt zu lassen.

Du kannst diesen spannenden “Minimalismus-Projekt” Ratgeber schon jetzt zum Beispiel hier vorbestellen.

Wer ist Christof?

Christof Herrmann schreibt über Nachhaltigkeit, (Fern-)Wandern, Gesundheit und pflanzliche Ernährung. Mehr über ihn und seinen lesenswerten Blog „Einfach bewusst“ erfährst Du hier.

Lieber Christof, ich habe mich schon im ersten Moment, als Du mir von diesem Buchprojekt berichtet hast, sehr für Dich und über dieses Buch gefreut. Denn ich bin mir sicher, dass Du mit diesem Buch einen Meilenstein zu diesen Themen setzen wirst. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und freue mich auf weitere Bücher von Dir. 😉 Liebe Grüße, Viktor von KunterRund.

Fahrradfahren: 7 Gründe, warum Du öfter Dein Rad nutzen solltest

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dina Beier. Sie schreibt auf Ihrem Blog richKind über Minimalismus, unkomplizierte vegane Ernährung und Freiheit. Mit ihren Inhalten steht Dina für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil, ganz ohne erhobenen Zeigefinger und Panikmache.

Ich lebe minimalistisch. Für mich bedeutet Minimalismus möglichst frei, unkompliziert und selbstbestimmt zu leben. Neben dem zu Fuß gehen ist das Radfahren Minimalismus pur: Es integriert Sport einfach in Deinen Alltag, minimiert Stress und schont Deinen Geldbeutel. Aber das ist noch längst nicht alles – in diesem Artikel erfährst Du weitere Vorteile, die Radfahren für Dich hat.

1. Radfahren hält fit & gesund – ganz ohne Fitnessstudio

Schnapp Dir den Drahtesel und ersetze damit die S-Bahn auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Das hält fit, beugt Herzkrankheiten vor und wirkt sich positiv auf Deine mentale Gesundheit aus. Dabei ist die Bewegung besonders gelenkschonend: Etwa zwei Drittel des Körpergewichts werden allein vom Sattel getragen. Und das Beste: Durch die Bewegung an der frischen Luft werden Stresshormone beseitigt und Glückshormone ausgeschüttet. Du brauchst also gar keine teuren Spa-Behandlungen, um runterzukommen. Oft reicht der Heimweg auf dem Rad schon völlig aus. Gesundheit ist wichtigstes Kapital, in welches wir auf einfache und minimalistische Art und Weise investieren können: frische Lebensmittel und regelmäßige Bewegung. Das geht ganz unkompliziert, ohne viel Equipment und ohne Fitnessstudio, mit dem eigenen Fahrrad. Fahrrad fahren ist Minimalismus leicht gemacht.

2. Mit dem Rad schneller durch den Berufsverkehr

Wer kennt es nicht? Sich morgens durch den Berufsverkehr zur Arbeit zu quälen ist nicht nur eine Strapaze für Stadt und Umwelt, sondern auch für die eigene Befindlichkeit. Man hangelt sich von roter Ampel zu Ampel, hört Beiträge im Radio, die einen weder interessieren noch irgendwie weiterbringen und hängt den eigenen Gedanken ziellos nach. Und auch beim Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sieht es nicht anders aus. Die meiste Zeit verbringt man wartend am Gleis, lässt sich dann doch zu einem nach Pappe schmeckenden Coffee-To-Go mit süßem Stückchen verleiten und fragt sich, welchen Mehrwert das alles eigentlich hat.

Fährt man dagegen mit dem Fahrrad zur Arbeit, lässt sich all das schnell vergessen. Beim Fahrradfahren schlängelst Du Dich an langen Staus vorbei, musst auf keine verspätete S-Bahn warten und kannst direkt von der eigenen Haustür losradeln, durchtreten, und entspannt ankommen – und das mit den einfachsten Mitteln. Das hat auch eine Studie bewiesen: Mitarbeiter, die morgens mit dem Rad ankommen, arbeiten den Tag über produktiver. Fahrrad fahren wirkt sich dadurch nicht nur positiv auf Deine Stimmung, sondern auch auf die deines Chefs aus.

3. Umgebung kennenlernen – einfach und unkompliziert

Im Auto sitzend nimmt man die Umgebung nur eingeschränkt wahr. Oft besteht sie lediglich aus Ampeln, Straßenschildern und weiteren Autos. Beim Fahrradfahren lässt sich die Umgebung allerdings ganz anders wahrnehmen.

Fahr doch beispielsweise einmal weiter aus der Stadt, um dem Alltag zu entfliehen. Mit dem Fahrrad ändert sich die Perspektive schlagartig: Du entdeckst Neues, nimmst die Natur mit ihren Farben und Formen intensiver wahr. Packe ein paar einfache Leckerbissen ein, eine Flasche Wasser und eine Decke für dein kleines, minimalistisches Abenteuer in der Natur. Mehr braucht es nicht, um dem städtischen Wahnsinn für ein paar Stunden zu entfliehen und durchzuatmen, frei zu sein.

Das ist Minimalismus: das Leben bewusst wahrnehmen. Ohne Spontankäufe, Geldsorgen und Stress.

4. Gutes tun für die Umwelt

Fahrrad fahren ist zu 100% emissionsfrei. Klar, auch für die Produktion der Räder müssen Rohstoffe aufgewandt werden. Für ein Rad werden etwa 5.000 Liter Wasser benötigt. Für die Produktion eines Autos bedarf es allerdings 40.000. Hegt und pflegt man das eigene Fahrrad also, bleibt es einem jahrelang erhalten – und ist irgendwann wirklich CO2-neutral. Fahrräder sind zudem deutlich leiser als Autos und verursachen lediglich einen Bruchteil des Verkehrslärms. Das schont nicht nur die eigenen Ohren, sondern die gesamte Natur. Also: Statt Benzin und Diesel lieber Muskelkraft aufwenden, dabei der eigenen Gesundheit und ganz nebenbei noch der Umwelt etwas Gutes tun. Burn fat, not oil!

5. Fahrradfahren bringt Dich mit Gleichgesinnten zusammen

Das Schönste am Fahrradfahren: Es ist sozial und bringt Dich mit all jenen zusammen, die ähnlich denken. Ob kurzer Plausch an der roten Ampel oder spontane Zusammenkunft am „Fahrradparkplatz“: Auch auf gemeinsamen Radtouren lassen sich Stadt und Umgebung einfach erkunden. Forme echte Freundschaften mit Gleichgesinnten und lernt Euch auf minimalistische Art und Weise kennen.

6. Fahrrad fahren spart Platz

Hast Du mal überlegt, wie viele Fahrräder auf einem Parkplatz parken könnten? Etwa 8 Fahrräder passen im Schnitt auf einen regulären Autoparkplatz. Der Griff zum Rad ist somit auch Bekenntnis zu einer effizienteren Nutzung unserer Verkehrsflächen. Auch im privaten Bereich sind Fahrräder echte „Platzwunder“. Keine Lust auf die alltägliche Parkplatzjagd nach Feierabend? Ein Fahrrad lässt sich praktisch überall abstellen! Mit dem Fahrrad verabschiedest Du Dich von überflüssigen Anhängseln wie Garage und Stellplatz. Und auch in der Wohnung sind Falträder beispielsweise kleine Helferlein, was die Platzaufteilung in der engen Stadtwohnung angeht: eingeklappt lassen sie sich problemlos im Schrank verstauen.

7. …und Geld

Klar, auch ein Fahrrad muss erst einmal angeschafft werden, doch nach Anschaffung verursacht es lediglich geringe Kosten. Der Schlauch möchte das ein oder andere Mal ausgetauscht, die Kette mal nachgezogen werden. Die Nutzungskosten belaufen sich allerdings pro gefahrenen Kilometer auf etwa 20 Cent. Beim Auto liegen die Kosten bei etwa 60 Cent. Oder anders gerechnet: Ein gutes Fahrrad gibt es bereits ab 500€. Das hält mindestens 5 Jahre, je nachdem wie intensiv es gefahren und gepflegt wird. Eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt ohne Vergünstigung bei etwa 1500€. Und ein Auto…kostet knapp 4.000€ im Jahr. Das einfachste, minimalistischste Fortbewegungsmittel ist zudem auch das günstigste.

Das Fahrrad erlaubt Dir, gesund in Bewegung zu sein, Deinen Beitrag zur Umwelt zu leisten, Gleichgesinnte zu treffen. Das Fahrrad erlaubt Dir, freier zu sein.

Also: Burn fat, not oil.

Liebe Dina, vielen herzlichen Dank für Deinen tollen Gastartikel.

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Ein besonderes Herzbankerl in Schönwald (Oberfranken)

Neulich waren wir, meine Nichte Delia, Hündin Zara und ich, auf einer Gassi-Runde unterwegs, als wir an diesem schönen Herzbankerl vorbei gingen. Diese Sitzbank befindet sich im nördlichen Rand des Ortes und am Fuße des Frankenwalds. Am daneben stehenden Baum sind wundervolle und weise Sprüche angebracht, die mir sofort aufgefallen waren und ich gerne mit Dir teilen möchte.

Gehe Deinen eigenen Weg

Glaube an Dich

Folge Deinem Herzen

Sei mutig und trau Dich

Genieße den Moment

Tanze im Regen

Zähle die Sterne

Sei glücklich

Entdecke die Welt

Sei immer Du selbst

Tu was Dich glücklich macht

Sei einzigartig

Höre niemals auf zu träumen

Lebe Dein Leben

Irgendwie passt es zur aktuellen Situation, denn es ist gar nicht lange her, als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Oberfranken zurückzukehren. In dieser Region habe ich einen Teil meiner Kindheit verbracht, bevor ich im Jahr 2000 nach Hannover umgezogen war.

Ich freue mich sehr auf die baldige Rückkehr in die Nähe der Familie, auf die spannende Lebenszeit sowie alle einhergehende Herausforderungen.

In diesem schönen Ort Schönwald steht dieses Holzbankerl, wo für mich nicht nur ein Neuanfang sondern bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Ich empfehle Dir einen Ausflug nach Schönwald, um nicht nur dieses Herzbankerl sondern auch den Naturpark des Fichtelgebirge kennenzulernen oder weiter zu erkunden. In diesem Ort und in direkter Nähe gibt es eine schöne Ferienwohnung, die von meiner Schwester Oxana angeboten wird. Ein herzlicher Empfang ist garantiert! Ein weiterer schneller Kontakt ist ebenfalls über eBay-K. möglich.

Von hier aus hast Du einen guten Startpunkt, um Dich in einer traumhaften Natur des gesamten Fichtelgebirges aufzuhalten. Egal ob für nur einen Tag oder gar eine Urlaubswoche, es wird Dir ganz sicher gefallen!

Ich kenne bereits einen schönen und gut ausgeschilderten Rad- und Wanderweg, der von Schönwald bis nach Weißenstadt führt. Von dort aus ist ein Aufstieg auf den Ochsenkopf (1024 m ü. NHN) oder den Schneeberg (1051 m ü. NHN) nicht nur möglich sondern innerhalb weniger Stunden vollbracht. Soll es etwas näher sein? Sehenswert ist auch der nur etwa 4,5 km entfernte Große Kornberg (827 m ü. NHN), der nördlichste Eckpfeiler des Fichtelbergs.

Du kannst Dich gerne bei mir melden oder die Familie Garder – vor oder während des Aufenthalts – nach weiteren Empfehlungen fragen. Wir würden uns freuen!

Bikepacking – Packliste für Deine minimalistische Radreise

Vor genau zwei Jahren bereitete ich mich auf meine erste Europa-Radreise vor und stellte mir die wichtigste Frage. „Welche Sachen benötige ich für eine mehrmonatige Radreise und was davon ist überhaupt unverzichtbar?“ Ich hatte nicht viel Zeit für diese Vorbereitung, also packte ich so zusammen, wie es im damaligen Moment richtig erschien, und fuhr los.

Auf der Europa-Radreise im Sommer 2018, mit 136 Liter an Taschenvolumen und etwa 14,5 Kilogramm an Gesamtausrüstung (ohne Lebensmittel).

Schon während dieser Reise stand für mich fest, dass ich das nächstes Mal mit weniger Taschen und somit mit weniger Gewicht unterwegs sein werde.

Letztes Jahr entdeckte ich das Bikepacking und wollte es unbedingt auf dem anstehenden Alpencross anwenden. Es ist eine deutlich größere Reduzierung an Gegenständen. Deshalb gilt bei Radreisen jeglicher Art und Dauer nunmehr; noch weniger ist noch mehr. Probiere Du es auch unbedingt aus!

Selbst wenn Minimalismus für Dich nicht unbedingt ein Begriff und eine Lebenseinstellung ist, wirst Du vielleicht bereits einige Ideen haben oder schon in der Vorbereitung Deiner mehrtägigen Radtour oder gar mehrmonatigen Radreise sein.

In diesem Beitrag zeige ich Dir meine Packliste aus der letztmaligen Sommerreise im Jahr 2019. Ich war mit einem Mountainbike drei Wochen lang in den Alpen unterwegs und war glücklich darüber, dieses Mal deutlich weniger Gepäck – weniger Ballast – dabei zu haben. Das nächste Mal ist sicherlich noch etwas weniger dabei. Die Listen werde ich selbstverständlich aktualisiert halten.

Zu der nachfolgenden Auflistung sei noch gesagt, dass mir die Menge der Gegenstände weiterhin wichtiger ist als das Gewicht, daher wurden keine Einzelgewichte erfasst und aufgelistet. Ebenso finden sich keine Links und Empfehlungen zu Produkten, da dies sehr individuell sein kann. Wenn Du aber mehr Informationen benötigst, kannst Du mich gerne jederzeit fragen.

1. Seat Pack – Satteltasche

In die hintere „Seat Pack – Satteltasche“ verstaut werden eher leichte Sachen, wie zum Beispiel Radbekleidung und wenige weitere Sachen, siehe nachfolgende Liste …
  • 2 Garnituren an Radbekleidung, bestehend aus jeweils einem Radtrikot, einer Radhose (unbedingt mit Polsterhose drunter) und Socken. Ein Garnitur ist für den nächsten Tag als Reserve, damit bereits benutzte Bekleidung nach dem Waschen am Vortag, ausreichend Zeit zum trocken hat.
  • Funktionsshirt/Unterhemd lang (für niedrige Temperaturen)
  • Wanderhose – dient auch als Radhose bei Kälte und Regen (teilbar und vielseitig einsetzbar, besonders in Freizeit)
  • Ein Paar an Socken, jeweils in kurz, lang & warm
  • Sportshirt (für Freizeit und als Reserve)
  • Sport-Fleecepullover (für niedrige Temperaturen und Freizeit)
  • Sporthose kurz (dient auch als Badehose)
  • Zwei Unterwäsche Sport (schnell trocknend)
  • Badetuch, mittelgroß, in einer Hülle (kompakt und schnell trocknend)
  • Sitzunterlage, in einer Hülle (kompakt und leicht)
  • Edelstahlschale (für z.B. Obst und Gemüse)
  • Klappbesteck (Messer/Gabel/Löffel)
  • Rasierer mit einem Ladegerät (möglichst mit einem Akku)

2. Rahmentasche

In die „Rahmentasche“ verstaut werden sollten überwiegend schwere Sachen aber auch die, die schnell mal benötigt werden, wie z.B. ein Kettenschloss oder eine Luftpumpe. Der Schwerpunkt am Fahrrad bleibt günstiger Weise in der Mitte und wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus.
1. Teil: Sonstige Gegenstände:
  • Badetuch, mittelgroß, in Hülle (kompakt und schnell trocknend) – wenn nicht in der Satteltasche verstaut
  • Sitzunterlage, in Hülle (klein und leicht) – wenn nicht in der Satteltasche verstaut
  • 1-2 Sonnencreme(s) als Spray (leichter und schneller anzuwenden)
  • Zahlen-Vierkantketten-Schloss von Abus (meiner Meinung nach vollkommen ausreichend, so braucht es kein schweres Faltschloss sein)
  • 1-2 Powerbank(s) mit Ladekabel(n)
  • Shampoo
  • Aleppo-Seife (dient auch zur Verwendung als Waschmittel)
  • Stativ für eine Kamera (kompakt, leicht und mit flexiblen Beinen)
2. Teil: Ersatzteile und Werkzeug:
  • Multitool mit Kettennieter (unbedingt, wenn die Kette reißt)
  • Weitere Inbusschlüssel und evtl. weiteres Werkzeug (um ein Kettenblatt an der Kurbel zu wechseln)
  • Kettenblatt, bei 3-Fach Kurbel (Immer das Kettenblatt mit dem höchsten Verschleiß)
  • Kleine Zange (um z.B. Bremsbeläge zu tauschen oder Kabelbinder zu kürzen)
  • Luftpumpe (für mehrere Ventile geeignet, falls mal unterwegs ein Schlauch auf eine andere Ventilart gewechselt wird)
  • 1-2 Sets an Bremsbeläge
  • Flickzeug mit Reifenhebern
  • Reifenheber in Reserve (falls welche brechen oder verloren gehen)
  • Ersatzschlauch (unbedingt, da ein geplatzter Schlauch nicht geflickt werden kann)
  • SPD Platte(n) mit Schrauben, für Klickschuhe (kann mal verloren gehen)
  • 2-3 Kettenschlösser (sehr wichtig, wenn unterwegs die Kette reißt)
  • 5 Kabelbinder (haben sich immer wieder auf Reisen bewährt)

3. Handlebar Pack – Lenkertasche

In die „Handlebar Pack – Lenkertasche“ kommen nur wenige aber wichtige Sachen, wie zum Beispiel ein Zelt.
  • Trekking-Zelt für 1-2 Person(en) (mittig der Tasche platziert)
Geheimtipp: Ich verwende das Trekking-Zelt Trek 900 von Decathlon. Mit einem Gesamtgewicht von 1,3 kg, kompakt und komprimierbar in einer 4,2-l-Hülle, mit Maße: 39 × 11 × 10 cm, passt es perfekt in die Lenkertasche. Zudem liegt der Preis deutlich unter gewöhnlichen Trekking-Zelten.
  • Schlafsack (seitlich der Tasche platziert)
  • Schlafsack Inlett (für kältere Nächte)
  • Camping-Kissen, aufblasbar (im Zwischenspalt vom Zelt zur Tasche, platziert)
  • Luftmatratze, aufblasbar (leicht und kompakt, um das verpackte Zelt gewickelt)
  • Haferflocken und Trockenfrüchte (seitlich der Tasche platziert)

Anmerkung: Werden diese Sachen so verstaut, ergibt sich eine angenehme Länge der Tasche und nichts ist gequetscht oder steht über. Die Haferflocken und Datteln sind bei mir immer dabei, als Reserve und gesicherte Versorgung für Tage, wenn kein Einkauf möglich sein sollte.

Das Gesamtgewicht der drei Taschen, mit samt dem aufgelisteten Inhalt, liegt bei etwa 6,5 kg.

4. RUCKSACK und SONSTIGES

Auf dem Münsterplatz in Konstanz. Im Hintergrund ist die Kirche Konstanzer Münster. In den letzten Tagen des Alpencross umrundete ich den Bodensee.

In einem kleinen 12 L Rucksack bewahre ich die wichtigsten und wertvollsten Sachen auf. Der restliche freie Platz ist für Verpflegung unterwegs und einen späteren Einkauf, bevor es zu einem Campingplatz geht. Außerdem ist der Rucksack immer bei mir und ich habe keine Sorge um möglichen Diebstahl anderer Gegenstände.

  • Portemonnaie (immer etwas Bargeld in einem Zwischenfach für Notfälle)
  • Digitalkamera, kompakt und handlich (eine Sony RX 100 M3 mit Case)
  • Vaude Jacke (wasserdicht, federleicht und kompakt) – schnell griffbereit bei schnellen und langen Abfahrten in den Pässen
  • Zweites Paar an Fahrradhandschuhen (lang oder kurz, je nach aktueller Verwendung, immer griffbereit)
  • Helmüberzug (bei Regen)
  • Unterziehmütze (bei Temperaturen unter 10° C)
  • Beinlinge (bei Temperaturen unter 5° C)
  • Wechselgläser für Radbrille (passend für Dämmerung oder Dunkelheit)
  • Kopfhöher
  • Notizblock, Kugelschreiber und Bleistift
  • Erste Hilfe Set Traveller, nach DIN 13167
  • Beleuchtungsset, das Highlux 30 von Litecco (leicht, kompakt und mit entsprechenden leicht anzubringenden Halterungen)
  • Taschentücher
  • Bio-Müllbeutel
  • Verpflegung für den Reisetag (Obst, Nüsse & Trockenfrüchte)
5. Ausrüstung am Körper und ebenso wichtig …
  • Robuste Trekking/MTB-Fahrradschuhe (Shimano SH-XM7)

Ich kann diese sehr bequemen Radschuhe sehr empfehlen, da nicht nur wind- und wasserdicht sondern vielseitig anwendbar. In Freizeit und bei Wanderungen (in den Alpen) haben sich diese Schuhe ebenfalls schnell bewährt.

  • Und natürlich ein Fahrradhelm. Versteht sich wegen der Sicherheit, fast schon von selbst.

In einem weiteren Beitrag werde ich Dir mitteilen, welche Technik ich unterwegs für die Navigation verwende. Zudem empfehle ich eine Karten-App, mit der die Routen einfach und schnell unterwegs geplant werden können.

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesem Beitrag helfen konnte. Wenn Du Fragen oder weitere Tipps und Tricks hast, so hinterlasse bitte ein Kommentar oder kontaktiere mich per Mail.

Gokan no Ge – 5 Gedanken vor der Mahlzeit

Der Zen-Buddhismus ist ein Übungsweg – im Geiste der Achtsamkeit – um den Geist zu klären und das Herz zu beruhigen.

Mit Zazen (jap. 座禅, dt. „Sitzmeditation“) – die im Lotossitz auszuführende gegenstandslose Meditation des Zen-Buddhismus – erlangst Du mehr Achtsamkeit in Deinem Alltag.

Das „Gokan no Ge“ oder die „Fünf Gedanken“, ist ein buddhistischer Gesang, der vor Mahlzeiten angestimmt wird. Es genügt natürlich, es nur gedanklich zu praktizieren. Viel wichtiger ist die Achtsamkeit und Dankbarkeit vor und während der Aufnahme einer Mahlzeit.

Gokan no Ge 
  1. Denke nach, woher die Nahrung vor Dir kommt – wie sie angebaut, zubereitet und serviert wurde. 
  2. Denke über Deine Tugenden und Dein Verhalten nach. Bist Du der Mahlzeit würdig? 
  3. Konzentriere Dich allein auf die Mahlzeit vor Dir, nimm Dir Zeit für sie und denke an nichts anderes.  
  4. Iss nicht wie ein Gourmet, urteile nicht, ob das Mahl schmeckt oder nicht. Es dient einzig der Lebenserhaltung.  
  5. Sei dankbar für alles und esse mit Dankbarkeit. Eine Mahlzeit zuzubereiten und zu sich zu nehmen, sobald meditiert wurde, ist Teil des Weges auf dem tugendhaften Weg des Buddhismus. 

An jedem Punkt sitzt er aufrecht, legt seine Hände im Gebet zusammen und sagt mit klarer Stimme „itadakimasu“. Ein japanischer Begriff, der vor den Mahlzeiten verwendet wird, um Dankbarkeit und Demut auszudrücken. Erst dann kann der Mönch endlich seine Essstäbchen nehmen, um sein Essen zu genießen. Diese fünf Punkte basieren auf zwei wichtigen Zen Büchern,  Tenzé Kykun und Fushuku Hanpé, die vorschreiben, wie man Nahrung zubereitet und zu sich nimmt. Beide Texte wurden von Dogen Zenji zusammengestellt. 

Dōgen Zenji, auch Kigen oder nach dem von ihm gegründeten Tempel Eihei-ji. Eihei (japanisch 道元禅師 Dōgen Zenji – Meister Dōgen;希玄, 永平) (* 26.Januar 1200 in Uji; † im Spätsommer 1253 in Kyōto) war ein Lehrer des japanischen ZenBuddhismus und einflussreicher Abt. 

Nachdem er schon einige Jahre im Kennin-ji-Kloster Mönch war, ging Dogen 1223 nach China, wo er unter Meister T`ien-t`ung Ju-ching tiefe Erleuchtung erfuhr. 1227 kehrte er nach Japan zurück und lebte im Kloster Kennin-ji in Kyoto. 1236 gründete er das Kosho-ji, das erste Sōtō-Zen-Kloster Japans. Doch betrachtete er sich nicht als Gründer einer neuen „Sōtō-Sekte“, sondern nur als Erneuerer der ursprünglichen, authentischen Buddha-Lehre, die er auf einer Chinareise entdeckt zu haben meinte.

1243 verließ er das Kloster, da er seine Übertragungslinie vom weltlichen Einfluss fernhalten wollte, und zog sich in den Bergen in der Provinz Echizen zurück. Dort lebte er zunächst in einer Einsiedelei, doch aus der Hütte in der er dort lebte, entwickelte sich mit der Zeit das große Kloster Eihei-ji, das bis heute, neben dem Soji-ji, das wichtigste Kloster des jap. Soto-Zen ist. Er übertrug die Chan-Schule mit der rituell und kollektiv geübten Sitzmeditation Zazen aus China nach Japan.

Vielleicht konnte ich Dich mit diesem Artikel dazu bewegen, es auszuprobieren oder gar möglichst oft und ähnlich zu praktizieren. Berichte mir gerne von Deiner bisherige Erfahrung.

60 Zitate von Epikur, dem Meister der Naturlehre, Logik und Ethik

Epikur war ein griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus und der epikureischen Schule, der etwa 341 bis 271 vor Chr. gelebt hat. Da sich Epikur und seine Anhänger häufig in einem Garten versammelten, wird seine Schule nach dem griechischen Wort für Garten (κῆπος) auch Kepos genannt.

In einem Garten zu Athen kündete Epikur Freunden und Schülern die frohe Botschaft, dass der Mensch ein Recht habe, glücklich zu sein, und dass es zu den Pflichten eines Mannes gehöre, dieses Recht sein eigen zu machen. Eine Weisheit floss von den Lippen des Philosophen, der den Körper schön und gesund, den Geist frisch und duldsam, die Seele aber gut haben wollte. In den menschlichen Fähigkeiten sah er nur Mittel, den Reichtum dieser Erde zu genießen und die Waffen des Leides von sich abzuwehren.

Kein Widerspruch und kein Streit störte die heiteren Gelage der Freunde, denn im Gegensatz zu allen anderen Bekenntnissen der Philosophie und Religion spalteten sich die Junger des Gartens niemals in Sekten, sondern hielten stetes Gebote fest: das Schöne in Frieden zu genießen und Andersdenkende ohne Bekehrungsversuch bei ihrem Glaube zu lassen.

Die höchste Stufe der Weisheit ist innere Ruhe, deren der Mensch durch lange Arbeit an sich und durch tiefes Nachdenken über seine Anlagen teilhaftig wird. Mit den nachfolgenden Zitaten kann jeder wunderbar in sich kehren. 

„So halten wir die Genügsamkeit für ein großes Glück, nicht, weil wir uns beständig mit wenigem begnügen wollen, sondern damit wir froh bleiben, wenn nur weniges vorhanden ist, in der sicheren Überzeugung, dass dem der Überfluss am besten schmeckt, der seiner am wenigsten bedarf.“ Epikur

„Wer sich Weisheit erwirbt, hat ein Gut, das er nie verlieren kann.“ Epikur

„Ich will dir ein unschuldiges Sympathiemittel verraten: Liebe erst selbst, und Du wirst schon wieder geliebt werden. Ein Epikureer zu Epikur

„Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.“ Epikur

„Wenn der Gott den Gebeten der Menschen entsprechen würde, dann wären schon längst alle Menschen zugrunde gegangen, weil sie unablässig viel Schlimmes gegeneinander erbitten.“ Epikur

„Hört niemals auf über das Wesen meiner Lehren nachzudenken, ob ihr allein seid oder mit einem gleichgestimmten Freund. Dann gewinnt ihr ruhigen Schlaf und könnt euch in Ruhe an eurer Fähigkeit erfreuten. Wer so weit gekommen ist, lebt wie ein Gott unter den Sterblichen.“ Epikur

„Der Freund wird für den Freund das Leben lassen, ohne mit der Wimper zu zucken, wenn dieses Opfer wahren Nutzen bringt.“ Epikur

„Nichts genügt dem, für den genug zu wenig ist.“ Epikur

„Der Tod ist gut, wie das Leben gut ist, denn es gibt ihn nicht, solange man empfindet, und wenn er eintritt, empfindet man nicht mehr.“ Epikur

„Schlimm ist der Zwang, doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben.“ Epikur

„Wer den Frieden der Seele hat, beunruhigt weder sich selbst noch einen anderen. Epikur

„Die Kriterien der Wahrheit sind die Sinne, die Begriffe und die Gefühle.“ Epikur

„Aus Angst, mit Wenigem auskommen zu müssen, lässt sich der Durchschnittsmensch zu Taten hinreißen, die seine Angst erst recht vermehren.“ Epikur

„Das vollkommen glückliche, wenige Wesen tut weder selbst Arbeit noch bürdet es anderen solche auf. Deshalb ist es weder für Zorn noch für Gunst empfänglich, denn beide Eigenschaften sind Zeichen der Schwäche. Das Vorhandensein der Gottheit lässt die Vernunft erkennen, aber die Menschen haben vielerlei Götter erfunden und ihnen die eigenen Leidenschaften angedichtet, das heißt, sie haben nach ihrem Ebenbild Götter erschaffen.“ Epikur

„Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.“ Epikur

„Bei den meisten Menschen ist die Ruhe Lähmung, die Bewegung Tollheit.“ Epikur

„Der Tod ist uns gleichgültig, denn das Aufgelöste hat kein Gefühl, und wo kein Gefühl mehr besteht, endet alles.“ Epikur

„Der Anfang des Heils ist die Kenntnis des Fehlers.“ Epikur

„Die äußerste Grenze aller Lebensfreude ist Freiheit von allem Schmerz, denn wo eine Kraft wahre Lebensfreude erzeugt, findet weder Schmerz noch Missvergnügen Raum, solange diese Kraft am Werke ist.Epikur

„Der Anfang eines schönen Lebens und höchster Reichtum ist die Weisheit. Daher ist auch Weisheit die wertvollste Frucht aller Philosophie.“ Epikur

„Nicht jeder Schmerz hat seinen Sitz im Körper. Der heftigste Schmerz hat die kürzeste Dauer, so wie auch die höchste körperliche Lust nicht lange währt. Nach schwerer Krankheit überwiegt die Freude über die zurückkehrende Gesundheit die Erinnerung an die ausgestandenen Qualen.“ Epikur

„Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.“ Epikur

„Niemand kann angenehm leben, der nicht klug, anständig und gerecht ist, aber niemand kann klug, anständig und gerecht sein, ohne angenehm zu leben. Wem also Klugheit, Anstand und Gerechtigkeit fehlen, dessen Leben kann auch nicht angenehm verlaufen.“ Epikur

„Tue nichts im Leben, was dir Angst machen muss, wenn es dein Nächster bemerkt.“ Epikur

„Die Lust ist Ursprung und Ziel des glücklichen Lebens.“ Epikur

„Der Reichtum der Natur ist beschränkt und leicht zu erwerben; der Reichtum des äußeren Scheins schweift ins Unendliche.“ Epikur

„Wie die Heilkunst keinerlei Nutzen hat, wenn sie nicht die Krankheiten der Körper vertreibt, so auch nicht die Philosophie, wenn sie nicht das Leiden der Seele vertreibt.“ Epikur

„Lebe heute, vergiss die Sorgen der Vergangenheit.“ Epikur

„Nur selten scheint dem Weisen die Sonne des Glücks. Er geht seinen Weg, indem er lebenslang der Stimme der Natur gehorcht und alles, soweit es in seiner Macht steht, nach ihren Vorschriften einrichtet. “ Epikur

„Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.“ Epikur

„Der Gerechte ist immer heiter und ruhig, der Ungerechten plagt innere Unruhe.“ Epikur

„Das höchste Maß innerer Freuden ist erreicht, sobald alle Vorstellung erkannt und vertrieben sind, die unsere Seele mit Furcht erfüllen.“ Epikur

„Es gibt auch in der Schlichtheit eine Vornehmheit. Wer sie nicht beachtet, erleidet ähnliches wie jener, der in die Grenzenlosigkeit des Genusses verfällt.“ Epikur

„Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen darüber machen uns glücklich oder unglücklich.“ Epikur

„Unendliche Dauer gewährt keine größeren Freuden als ein beschränktes Zeitmaß, wenn die Vernunft die Grenzen gezogen hat.“ Epikur

„Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.“ Epikur

„Die schönste Frucht der Selbstgenügsamkeit ist Freiheit.“ Epikur

„Wenn der Verstand durch Schlüsse Ziel und Grenze alles Körperlichen findet und alle Furcht vor Überirdischem verbannt, so ist der Grund zu einem vollkommenen Leben gelegt, zu dessen Fortdauer das Verlangen schwindet. Wir bleiben heiter, selbst wenn uns die Umstände zwingen, aus dem Leben zu scheiden, denn man verlässt es gleichgültig, weil man es sich nicht als unendlich vorgestellt hat.“ Epikur

„Die Menschen glauben im allgemeinen gern, was sie wünschen.“ Epikur

„Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.“ Epikur

„Wer die Grenzen des Lebens kennt, weiß auch, wie leicht es ist, das schmerzliche Gefühl des Begehrens zu entfernen und dadurch seine Tage heiter zu stimmen. Dazu bedarf es keines großen Aufwandes, der immer nur Neider erweckt.“ Epikur

„Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.“ Epikur

„Man muss immer sein Augemerk auf das Ziel richten und alle Ansichten auf diesen Zweck hin prüfen. Sonst bleibt Verwirrung und Unruhe unser Teil.“ Epikur

„Von allen Dingen, die das Glück des Lebens ausmachen, schenkt die Freundschaft uns den größten Reichtum.“ Epikur

„Solange du nicht deine gesamten Handlungen mit den Geboten der Natur in Einklang bringst, sondern vielmehr deine Begierden und deinen Hass von der Natur abkehrst, werden deine Handlungen mit der Vernunft in Widerspruch stehen.“ Epikur

„Wer des folgenden Tages am wenigsten bedarf, begrüßt ihn am freudigsten.“ Epikur

„Von allen Gütern, mit denen ein Weiser die Glückseligkeit seines Lebens vorbereitet, ist das größte die Freundschaft. Man kann ganz gewiss annehmen, dass durch Freundschaft das ganze Leben sichergestellt ist.“ Epikur

„Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.“ Epikur

„Ein einziger Grundsatz wird dir Mut geben, nämlich der Grundsatz, dass kein Übel ewig währt, ja nicht einmal sehr lange dauern kann.“ Epikur

„Wer in sich selber Frieden hat, schafft weder sich noch anderen Unruh.“ Epikur

„Für uns bedeutet Freude: keine Schmerzen haben im körperlichen Bereich und im seelischen Bereich keine Unruhe verspüren.“ Epikur

„Einige unserer Begierden sind natürlich und notwendig, andere natürlich und nicht notwendig, eine dritte Art ist aber weder natürlich noch notwendig, sondern entstammt leerer Einbildung. Natürlich und notwendig sind solche, deren Befriedigung ein schmerzliches Gefühl endet, wie der Trank den Durst löscht. Natürlich und nicht notwendig sind Freuden, die dem feinen Geschmack genügen, wie zum Beispiel köstliche Speisen nicht nur den Hunger stillen, sondern auch den Gaumen kitzeln. Weder natürlich noch notwendig sind alle übrigen Begierden, wie der Ehrgeiz nach Macht oder die Sucht nach Ruhm, die durch Aufstellen eines Denkmals Frieden findet.“ Epikur

„Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.“ Epikur

„Zieh dich dann vor allem in dich selbst zurück, wenn du gezwungen bist, unter vielen Menschen zu sein.“ Epikur

„Begierden, deren Erfüllung kein unangenehmes Gefühl verdrängt, sind keineswegs unter die notwendigen zu rechnen. Ihre Freuden verfliegen um so schneller, je schwerer sie zu erlangen sind, und je mehr üble Folgen sie zeitigen.“ Epikur

„Kleine Seelen werden durch Erfolge übermütig, durch Misserfolge niedergeschlagen.“ Epikur

„Das beste Zeichen, dass etwas von Natur aus nützlich sei, besteht darin, dass es weder uns selbst noch anderen schadet.“ Epikur

„Der größte Reichtum ist die Selbstgenügsamkeit.“ Epikur

„Wir dürfen nie vergessen, dass die Zukunft zwar gewiss nicht in unsere Hand gegeben ist, dass sie aber ebenso gewiss doch auch nicht ganz außerhalb unserer Macht steht.“ Epikur

„Lebt wohl und erinnert euch an meine Lehren.“ Epikur

Mit F-Droid mehr Datenschutz auf Deinem Android-Smartphone

Wenn Du ebenfalls ein Smartphone nutzt, empfehle ich Dir, unbedingt ein Augenmerk auf Datenschutz und Sicherheit zu legen. Insbesondere bei einem Android Smartphone mit Google. Denn das Tracking über den Play Store und dessen Google-Dienste sollte nicht unterschätzt werden.

Wir hinterlassen eine Menge Metadaten bei Google. Weiterhin spionieren viele Apps im Play Store uns aus. Daher solltest Du ebenfalls unbedingt alle Einstellungen in Deinem Google-Konto, hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre, überprüfen, ändern oder deaktivieren.

Mir sind Datenschutz und Privatsphäre wichtig. Deshalb habe ich diesen empfehlenswerten F-Droid Store bereits Anfang 2018 installiert. Seitdem versuche ich, nur freie und quelloffene FOSS-Apps zu verwenden. Mehr Informationen zu diesem Store und seinem Vorteil findest Du hier.

Installation des F-Droid Store

Du kannst die Installation über einen mobilen Browser ausführen. Öffne diesen Link über Deinen Android-Browser, damit die .apk-Datei heruntergeladen wird. Anschließend installierst Du nur noch diese App.

Wenn Du dabei Schwierigkeiten haben solltest, weil die .apk-Datei nicht aus dem »vertrauenswürdigen« Google Play Store stammt, so kannst Du die Funktion »Installation von Apps aus unbekannten Quellen zulassen« wie folgt aktivieren; »Einstellungen -> Sicherheit -> Unbekannte Herkunft«. Um zukünftige FOSS-Apps installieren zu können, solltest Du diese Option grundsätzlich aktiviert lassen.

Diese Abbildung zeigt die Oberfläche » Kategorien« vom F-Droid Store
Diese Abbildung zeigt die Oberfläche » Neueste«
Alternative FOSS-Apps zu Google-Apps
  • K.9 Mail (voll ausgestatteter E-Mail-Client)
  • FOSS Browser (das Web durchstöbern)
  • Maps (Offline-Karten von OpenStreetMap)
  • NewPipe (schlanke YouTube-Oberfläche, mit Funktionen: Download und im Hintergrund abspielen)
  • Schlichter Kalender (ein großartiger Kalender, offline und ohne Werbung)

Nach der Installation der obigen Apps, solltest Du die Google Apps auf dem Smartphone deaktiviert.

Weitere empfehlenswerte FOSS-Apps
  • MuPDF mini (minimalistischer Betrachter für Dateien in PDF usw.)
  • DAVx⁵ ( CalDAV/CardDAV-Synchronisierung und -Client)
  • ForRunners (Persönliche Fitness überwachen)
  • Schlichter Zeichenblock (eine Leinwand auf dem Bildschirm)

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Umsetzen und anschließendem Stöbern im F-Droid Store.

Wenn Du Hilfe benötigst oder gar eine App empfehlen möchtest, so hinterlasse ein Kommentar oder melde Dich bei mir.

Wenn Du bewusster einkaufst, konsumierst Du weniger

Du hast mehr eingekauft und bezahlt, als zunächst geplant? Bei einem Angebot zugegriffen oder spontant ein Einkaufszentrum besucht?

Über die Notwendigkeit heraus – im Fluss des Konsumwahns – mehr Ausgaben, statt Geld für das Wichtigste und sinnvolle Rücklage zu haben. Wenn Du aber mit Geld bewusster umgehen lernst, lassen sich unnötige Ausgaben vermeiden. Daraus folgend, weniger Dinge haben zu wollen und weniger Besitz zu haben. Eines der Vorteile vom Minimalismus. Bitte denke stets daran, dass all jene Gegenstände nach Deiner Aufmerksamkeit und nach Deiner Lebenszeit verlangen.

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. Arthur Schopenhauer

Überlege zunächst, ob ein Einkauf notwendig oder wirklich sinnvoll ist

Ein über die Werbung wahrgenommenes Produkt, welches Dir nicht mehr aus dem Kopf geht. Und ein Gefühl, etwas möglichst bald und ebenfalls besitzen zu wollen. Hier entsteht bereits diese Begierde, die Deine Vernunft überlisten möchte. Eine gewollte Absicht der Werbung!

Entscheide Dich für die Notwendigkeit und nicht für die Begierde. Früher oder später wirst Du erkennen, dass es richtig war, etwas zu warten oder sich dagegen zu entscheiden.

Plane den Einkauf, erstelle eine Einkaufsliste

Schon am Vortag kannst Du zunächst nachsehen, was noch alles an Lebensmitteln da ist. Überlege Dir die Mahlzeiten für die nächsten eins bis zwei Tage oder Du weißt es bereits schon. Hat noch wer anderes einen Wunsch? Am Ende wirst Du wissen, was genau benötigt wird.

Auch während des Einkaufs solltest Du Dir immer wieder die Frage stellen: Benötige(n) ich/wir es wirklich? Damit wird das Risiko reduziert, zu viele (unnötige) Dinge zu konsumieren und immer wieder verdorbene Lebensmittel wegzuwerfen.

Uns sollte stets bewusst sein, dass anderswo Unmengen Lebensmittel weggeworfen werden und ein großer Teil der Weltbevölkerung hungert. Du wirst ein Vorbild für die Mitmenschen und kannst Dein Wissen ebenfalls weitergeben. Wir alle lernen voneinander!

Halte Dich beim Einkauf eher zurück

Überall sehen wir Werbung und Schnäppchen, die uns zu Spontankäufen verleiten sollen. Du brauchst diese (reduzierte) Winterjacke? Dann spricht nichts dagegen. Halte Dich ansonsten mehr nach Deiner Einkaufsliste oder der inneren Haltung gegenüber zu viel Konsum.

Wenn ich während des Einkaufs frische Himbeeren sehe und Appetit bekomme, halte ich mich nicht zurück. Denn dieses gesunde Lebensmittel ist gut für meine Gesundheit und schadet nicht der Umwelt. Gibt es auf dem Heimweg ein schönes Plätzchen, esse ich die Himbeeren schon dort und erfreue mich an dem tollen Geschmack. 😊

Verwende möglichst nur Bargeld

Wenn wir Lebensmittel und sonstige Dinge mit Bargeld bezahlen, erkennen wir mehr von dessen Wert und den eigenen hohen Aufwand, dieses Geld zuvor verdient zu haben. Damit wird die Freude höher ausfallen, das Gekaufte mehr geschätzt und möglichst lange gepflegt.

Mit einem angesetzten Budget hast Du eine bedachte Zurückhaltung. Bei Zahlungen mit einer Bankkarte hingegen, wird eher mehr Freiheit durch diese einfache Möglichkeit verspürt, insbesondere bei mittlerweile schnell zu erhaltenden Konsumkrediten oder 0% Finanzierungen. Wähle diese Optionen nur im allernötigsten Fall.

Qualität vor Quantität

Entscheide Dich möglichst oft für Lebensmittel in Bio-Qualität und aus der Region. Alle sonstige Dinge, wenn möglich, in etwas besserer Qualität. Erkennbar am Preis sowie dem Produktionsland (made in Japan, Taiwan etc.). Ich kaufe und besitze lieber weniger dafür aber alles in besserer Qualität. Am Ende spart man womöglich Zeit und Geld, weil die Gegenstände länger im Besitz bleiben.

Frische Lebensmittel und Gerichte, statt Fertigprodukte

Wenn Du mehr frisches Obst und Gemüse einkaufst, statt Fleisch(-Produkte), Käse, Fertignahrung und Fertigprodukte, sparst Du nicht nur Geld, sondern führst Deinem Körper mehr nahrhafte und gesunde Nahrung zu. Deine Gesundheit ist wichtiger als irgendein Gegenstand.

Gebraucht statt Neu, oder ausgeliehen

Baum Kauf von gebrauchter Ware spart Du viel Geld. Denn der Wertverlust von einem neuen Gegenstand ist enorm hoch. Der Wertverlust eines gebrauchten Gegenstands hingegen deutlich geringer und wird zudem weiter verwendet, statt im Müll zu landen.

Reparieren statt wegwerfen

Manchmal lohnt sich ein Reparaturversuch, mit einer Recherche oder Hilfestellung von jemandem, der sich damit auskennt. Ich habe kürzlich meine Technics Stereoanlage aus dem Jahr 1998 repariert und war sehr erfreut darüber. Diese Anlage möchte ich nämlich noch möglichst lange Zeit verwenden.

Bezahle nach allen Fixkosten zunächst nur Dich

Mit dem Geldeingang jenes Monats bezahlst Du zunächst die wichtigsten Dinge, wie beispielsweise die Miete mit Nebenkosten und weitere wichtige Nebenkosten (Festnetz, Versicherung…). Einen Teil des Restbetrags überweist Du auf ein Sparkonto. Dies wäre die Zahlung an Dich selbst. Es bleibt lediglich ein restlicher Betrag für Lebensmittel und sonstige wichtige Bedürfnisse, die den aktuellen Monat betreffen. Bei unerwarteter hoher Anschaffung kannst Du auf die Ersparnisse zurückgreifen.

Ein gewisser Teil wird nicht auf jede Person zutreffen können. Dennoch lag es mir am Herzen, Dir meine bisherigen Erfahrungen mitzuteilen. Es sei ebenfalls gesagt, dass ich mich nicht immer zurückhalten kann oder alles richtig mache. Ich versuche es deshalb möglichst bewusst, bedacht und konsequent.

Die praktischen sowie einfachen Tipps helfen Dir hoffentlich, bewusster einzukaufen, besser mit dem Geld umzugehen und dabei nicht nur etwas Sparsamer zu sein, sondern damit die Umwelt mehr zu schonen. Du lebst minimalistischer, ausgeglichener und zufriedener. Weiterhin schaust Du sorgenfreier in die Zukunft und hast mehr Zeit für Dich – für Dein Leben.

Vielen Dank für Deine Lesezeit!

Lass Dich beim Konsum von der Notwendigkeit und nicht von der Begierde leiten

In einer Welt voll Überfluss ist es nicht einfach, einen Überblick zu behalten, das rechte Maß zu finden und möglichst zu halten. Egal wo wir sind, egal was wir tun, um uns herum ist viel zu viel und all das verlangt stetig nach unserer Aufmerksamkeit.

Der bekannte Psychoanalytiker und Sozialpsychologe Erich Fromm (1900 – 1980) beschäftige sich mit dem Konsumieren als psychopathologisches Problem, dem zwanghaften Ausdruck der Gier. Fromm versteht darunter den Drang, immer mehr zu essen, immer mehr zu kaufen, immer mehr zu haben, immer mehr zu benutzen. Den davon betroffenen Menschen bezeichnet er als homo consumens, den das Prinzip des unbegrenzten Konsums als Lebensziel definiert.

„Es scheint so zu sein, indem man etwas in sich hinein nimmt – sei es das Essen oder indem man Dinge kauft – dass man dadurch des Gefühl der Lähmung, der Schwäche, der Leere überwindet und fühlt: Ich bin ja wer, ich hab ja etwas – ich bin nicht nichts. Man füllt sich mit Dingen, um die innere Leere oder vielmehr das Gefühl der inneren Leere zu überwinden. Das ist der passive Mensch, der fühlt, dass er wenig ist, aber wenn er viel hat und benützt, vergessen kann, dass er wenig ist.“ – Erich Fromm

„Die Leidenschaften sind Passivitäten“, sagte Erich Fromm. Aktivität dagegen ist etwas, das die den Menschen innewohnenden Kräfte – vor allem Liebe und Vernunft – zur Entwicklung und Entfaltung bringt.

Was sind die Ursachen und was können wir dagegen tun?

Mit mehr Vernunft zu mehr Aktivität statt Passivität, wenn wir uns nach den Gedanken von Erich Fromm richten. Doch ist es besonders in heutiger Zeit nicht einfacher, sich an ein gesundes Maß zu halten.

Werbung weckt Begierde – und führt zu mehr Konsum

Egal, ob in digitaler Welt oder im analogem Leben, überall findet sich Werbung und es wird immer mehr davon. Die Werbung suggeriert, verspricht und beeinflusst einen Spontankauf oder eine Entscheidung.

Im Übermaß all jenen Dingen, die die Welt zu bieten hat, gelangen wir ins Leere, statt einkehrend ins „Sein“ und in unser „Inneres“. Weniger haben und verlangen – mehr schätzen und geben. Ein hilfreicher Leitsatz fürs Leben.

Mehr Notwendigkeit – weniger Begierde

Alkohol, Zigaretten, Zuckerhaltiges, all jenes, was nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehört, ist Genuss. Ein warmes Zuhause und ein gesundes Essen sind Notwendigkeiten. Eine Sammlung an Büchern -als Beispiel für Deine Leidenschaft – ist Genuss und Notwendigkeit. Aber nur, solange Du sie verwendest und daran Freude hast.

Ein Hobby sollte daher bestenfalls nicht als Ballast empfunden werden. Ein kurzzeitiger oder langfristiger Verzicht jederzeit möglich sein. Ein zwanghaftes Verlangen wäre Begierde und man würde immer mehr haben wollen. Du erlebst mehr Freude und Genuss daran, wenn es sich im gesunden Maße hält. Einfach mehr schätzen statt mehr zu begehren.

„Nichts aber kann dir für die Maßhaltung in allen Dingen so nützlich sein als ein häufiges Denken an die Kürze des Menschenlebens  und zugleich an seine Unsicherheit. Was du auch tun magst, bedenke das Ende!“ Erkannte schon Seneca vor rund 2000 Jahren.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!