Gebrauchsanweisung fürs Leben: The Time Of Your Life (1939)

Ein Text, quasi als Gebrauchsanweisung fürs Leben, ist das Vorwort, das William Saroyan für seinen Theatertext „The Time Of Your Life“ (1939) geschrieben hat:

The Time Of Your Life

In the time of your life, live—so that in that good time there shall be no ugliness or death for yourself or for any life your life touches. Seek goodness everywhere, and when it is found, bring it out of its hiding place and let it be free and unashamed.

Place in matter and in flesh the least of the values, for these are the things that hold death and must pass away. Discover in all things that which shines and is beyond corruption. Encourage virtue in whatever heart it may have been driven into secrecy and sorrow by the shame and terror of the world. Ignore the obvious, for it is unworthy of the clear eye and the kindly heart.

Be the inferior of no man, or of any men be superior. Remember that every man is a variation of yourself. No man’s guilt is not yours, nor is any man’s innocence a thing apart. Despise evil and ungodliness, but not men of ungodliness or evil. These, understand. Have no shame in being kindly and gentle but if the time comes in the time of your life to kill, kill and have no regret.

In the time of your life, live—so that in that wondrous time you shall not add to the misery and sorrow of the world, but shall smile to the infinite delight and mystery of it.

Das Gedicht Desiderata – mit all der Lebensweisheit für einen Lebensweg – ist für mich ebenfalls etwas ganz Besonderes. Deshalb möchte ich Dir hier eine Vorschau zeigen und hoffe, dass Du etwas davon für Dich – für Deinen Lebensweg – ebenfalls mitnehmen kannst.

Desiderata

GEHE RUHIG und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.

Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du stolz werden oder Dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du. Erfreue Dich daher Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne.

Die Fortsetzung findest Du hier

Notierst Du Dir ebenfalls gerne Zitate und Gedichte, um diese immer wieder zu lesen und zu verinnerlichen? Welches ist Dein derzeitiges Lieblingszitat, Gedicht oder Text?

Glücksimpuls – Zieh da hin, wo Dein Herz Dich hinzieht.

„Zum Leben geboren, verbringen wir unsere Kindheit und Jugend zum Entdecken und Lernen. Es folgen Selbstständigkeit, Beziehungen, eine berufliche Tätigkeit und ein durch Alltag und Routine bestimmtes Leben. Oftmals weil sich die Dinge so ergeben. Irgendwann glauben wir alles zu haben und kein persönliches Wachstum durch Veränderungen mehr zu benötigen. Wir geben uns mit dem zufrieden, was wir haben. Das ist in Ordnung, bis es sich irgendwann nicht mehr erfüllend anfühlt. Spätestens wenn Herzschmerz dazukommt, schwindet die Zufriedenheit und wir wissen nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Wir verlieren uns in den unwichtigen Dingen des Lebens. Vielleicht folgen wir einfach nicht (mehr) unserem Herzen? Mir persönlich wurde in den letzten Jahren immer bewusster, dass etwas nicht stimmt und mein Leben einen neuen Impuls benötigt. Obwohl ich davon ausging, glücklich und zufrieden zu sein, wünschte ich mir eine positive Veränderung. Schon länger dachte ich über die Rückkehr in meine alte Heimat nach, hielt den Gedanken aber aus Angst vor dem Verlust der Sicherheit zurück. Den Schritt zu wagen, brauchte schließlich großen Mut. Vor einem halben Jahr fiel die endgültige Entscheidung für meinen neuen Wohnort im Fichtelgebirge, die damit einhergehende berufliche Veränderung und den bewussten (Teil-)Verlust der bisherigen Freundschaften und Kontakte. Die Vorfreude stieg. Letztendlich war der Schritt gar nicht so schwer. Es eröffneten sich neue Möglichkeiten und Kontakte. Nun bin ich mittendrin im neuen Leben  an meinem Wunschort. Ich bin nicht nur angekommen, sondern glücklich(er). Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt.“

Diesen Glücksimpuls habe ich auch auf einfachbewusst.de von Christof Herrmann veröffentlich, wo weitere 25 Bloggerinnen, Autoren und Coaches von ihren ganz persönlichen Glücksimpulsen berichtet haben.

15 Fotoimpressionen – Wanderung bei Schönwald im Fichtelgebirge

In diesem Artikel vom Juli hatte ich davon berichtet, dass bald mein Umzug nach Oberfranken erfolgen wird. Nach einer intensiven wie auch aufregenden Zeit, war es im November endlich so weit.

Die Übergangszeit bis Dezember habe ich ausgiebig genutzt, um mein neues Zuhause gemütlich einzurichten. Es fand sich glücklicherweise ebenso Zeit, die umgebende Natur zu erkunden.

Mit fortlaufendem Nebel und frostiger Kälte zeigte sich zum Ende November ein Märchenland, wie ich es so noch nie zuvor gesehen habe. An jedem Tag war es fast ein gleicher Wanderweg und dennoch änderte sich das Bild der Natur zunehmend. Nun nehme ich Dich mit auf drei Wandertage. Übrigens, mehr Fotos gibt es direkt auf Komoot.

Auf einigen Fotos ist die Hündin Zara zu erkennen. Sie ist einfach viel zu gerne dabei! Daher nehme ich Sie gerne mit, wenn sich die Möglichkeit ergibt. 🙂

Kurz vor dem Wald, unterwegs in Richtung „Großer Kornberg“.
Und irgendwo mittedrin, immer wieder die Hündin Zara. 🙂
Auf dem Rückweg, in Richtung Schönwald.
Ein einsam stehender Baum. Wenige Minuten später war ich zu Hause.

Am zweiten Tag war die Wanderung deutlich länger ausgegangen. Denn ich wollte unbedingt noch viel mehr von diesem Naturschauspiel sehen.

Dieses Foto ist eines meiner Favoriten.
Es ging tiefer in den Wald – weiter in Richtung Pfarrhaus bei Schönwald.
Vorbei am „Altes Pfarrhaus“, ging es nach Links in Richtung „Großer Stein“.

Nebel und Frost verwandelte den Wald in eine weiße Pracht.
Etwas tiefer im Wald war es weniger weiß, blieb aber noch neblig. Es zeigte sich eine andere traumhafte Landschaft.
Mit jedem Wandertag änderte sich das Bild des Waldes – welch eine Märchenlandschaft.

Ich weiß leider nicht, wann sich solch ein Naturschauspiel wiederholen wird. Vielleicht konnte ich Dich dennoch dazu bewegen, den großen Naturpark Fichtelgebirge in Oberfranken mal im Winter oder in einer anderen Jahreszeit zu erkunden.

Meine Verlosung des Ratgebers „Das Minimalismus-Projekt“

Es wird ein tolles Weihnachten werden, davon bin ich überzeugt! Anders, aber vielleicht ruhiger und besinnlicher als sonst.

Eine passende Gelegenheit, praktische Ideen – ähnlich neuer Vorsätze – zu sammeln? Wie wäre es zum Beispiel mit mehr Zeit als Verpflichtungen? Weniger Haben und mehr Sein?

Ich möchte Dir die 52 praktischen Ideen, die der nachfolgende Ratgeber parat hält, nicht nur ans Herz legen, sondern den Weg dorthin ermöglichen! Aus diesem Grund verlose ich drei Exemplare von Christofs Ratgeber „Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein“ (Gräfe & Unzer Verlag, 2020).

Um an der Verlosung teilzunehmen, musst Du nur zwei Dinge tun bzw. beachten:

Minimalismus, was bedeutet das für Dich?

  1. Schreibe die Antwort zu dieser Frage im unteren Kommentarbereich.
  2. Achte darauf, dass Du Deine E-Mail-Adresse korrekt angibst.

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, den 20.12.2020 um 23:59 Uhr. Unter allen Teilnehmern ermittle ich im Anschluss mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators die drei Gewinner. Diese werden von mir per E-Mail informiert. Ich benötige anschließend die Versandadresse, die an den Gräfe & Unzer Verlag für den Versand übermittelt wird.

Viel Spaß und viel Glück bei der Verlosung dieses Ratgebers!

Update, 21. Dezember 2020: Gewonnen haben Thorsten, Daniela und Sabrina. Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner wurden bereits benachrichtigt.

Desiderata – weises Lebensgedicht für Deinen Lebensweg

Dieses Gedicht – mit all der Lebensweisheit für einen Lebensweg – ist für mich etwas ganz Besonderes. Deshalb möchte ich es mit Dir teilen und hoffe, dass Du etwas davon für Dich – für Deinen Lebensweg – mitnehmen kannst.

Desiderata

GEHE RUHIG und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.

Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du stolz werden oder Dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du. Erfreue Dich daher Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne.

Bleibe weiter an Deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer er sein mag. Er ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.

Sei du selbst. Vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung und sei nicht zynisch, was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Würde auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind die Folge von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht geringer als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht, hier zu sein. Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht: Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott, welche Vorstellung Du auch von ihm hast. Was auch immer Dein Mühen und Sehnen ist, in der lärmenden Wirrnis des Lebens, erhalte Dir den Frieden mit Deiner Seele.

Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön.

Sei achtsam.

Strebe danach, glücklich zu sein.

Max Ehrmann (1926)

A poem by Max Ehrmann (Englisch Original)

GO PLACIDLY amid the noise and haste, and remember what peace there may be in silence.

As far as possible without surrender be on good terms with all persons. Speak your truth quietly and clearly; and listen to others, even the dull and ignorant; they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons, they are vexations to the spirit. If you compare yourself with others, you may become vain and bitter; for always there will be greater and lesser persons than yourself. Enjoy your achieve- ments as well as your plans.

Keep interested in your career, however humble; it is a real possession in the changing fortunes of time. Exercise caution in your business affairs; for the world is full of trickery. But let this not blind you to what virtue there is; many persons strive for high ideals; and everywhere life is full of heroism.

Be yourself. Especially, do not feign affection. Neither be cynical about love; for in the face of all aridity and disenchantment it is as perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years, gracefully surrendering the things of youth. Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness. Beyond a wholesome discipline, be gentle with yourself.

You are a child of the universe, no less than the trees and the stars; you have a right to be here. And whether or not it is clear to you, no doubt the universe is unfolding as it should.

Therefore be at peace with god, whatever you conceive Him to be, and whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its sham, drudgery and broken dreams, it is still a beautiful world.

Be cheerful. Strive to be happy.

– Max Ehrmann

Notierst Du Dir ebenfalls gerne Zitate und Gedichte aus Büchern und Texten, um diese immer wieder zu lesen und zu verinnerlichen? Welches ist Dein derzeitiges Lieblingszitat oder Gedicht?

Jetzt vorbestellen: „Das Minimalismus-Projekt“ von Christof Herrmann

Am 2. September ist es endlich so weit. Der Blogger und Autor Christof Herrmann von einfachbewusst veröffentlicht seinen Ratgeber “Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein” im Gräfe und Unzer Verlag (erhältlich als Buch und E-Book).

Diese Buch wird einen neuen Impuls in Dein Leben bringen. Versprochen!

Denn das Thema um Minimalismus, Reizüberflutung, negative Gewohnheiten, Stress und Burnout ist aktueller denn je.

Ich denke, dass es bereits an der Zeit ist, mehr Acht auf sich zu geben und mehr Zeit für wichtige Menschen aber auch für sich selbst zu nehmen. Mit Lebensfreunde und Dankbarkeit, den gegenwärtigen Moment zu genießen. Die ferne Zukunft gedanklich unberührt zu lassen. Positive Lebenseinstellung und Grundhaltung als Lebensfundament zu halten. Und Weiteres – was ebenso wichtig erscheint – nicht unberührt zu lassen.

Du kannst diesen spannenden “Minimalismus-Projekt” Ratgeber schon jetzt, zum Beispiel hier vorbestellen.

Wer ist Christof?

Christof Herrmann schreibt über Nachhaltigkeit, (Fern-)Wandern, Gesundheit und pflanzliche Ernährung. Mehr über ihn und seinen lesenswerten Blog „Einfach bewusst“ erfährst Du hier.

Lieber Christof, ich habe mich schon im ersten Moment, als Du mir von diesem Buchprojekt berichtet hast, sehr für Dich gefreut und war auf dieses Buch gespannt. Denn ich bin mir sicher, dass Du mit diesem Buch einen Meilenstein zu diesen Themen setzen wirst. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und freue mich auf weitere Bücher von Dir. 😉 Liebe Grüße, Viktor von KunterRund

Fahrradfahren: 7 Gründe, warum Du öfter Dein Rad nutzen solltest

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dina Beier. Sie schreibt auf Ihrem Blog richKind über Minimalismus, unkomplizierte vegane Ernährung und Freiheit. Mit ihren Inhalten steht Dina für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil, ganz ohne erhobenen Zeigefinger und Panikmache.

Ich lebe minimalistisch. Für mich bedeutet Minimalismus möglichst frei, unkompliziert und selbstbestimmt zu leben. Neben dem zu Fuß gehen ist das Radfahren Minimalismus pur: Es integriert Sport einfach in Deinen Alltag, minimiert Stress und schont Deinen Geldbeutel. Aber das ist noch längst nicht alles – in diesem Artikel erfährst Du weitere Vorteile, die Radfahren für Dich hat.

1. Radfahren hält fit & gesund – ganz ohne Fitnessstudio

Schnapp Dir den Drahtesel und ersetze damit die S-Bahn auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Das hält fit, beugt Herzkrankheiten vor und wirkt sich positiv auf Deine mentale Gesundheit aus. Dabei ist die Bewegung besonders gelenkschonend: Etwa zwei Drittel des Körpergewichts werden allein vom Sattel getragen. Und das Beste: Durch die Bewegung an der frischen Luft werden Stresshormone beseitigt und Glückshormone ausgeschüttet. Du brauchst also gar keine teuren Spa-Behandlungen, um runterzukommen. Oft reicht der Heimweg auf dem Rad schon völlig aus. Gesundheit ist wichtigstes Kapital, in welches wir auf einfache und minimalistische Art und Weise investieren können: frische Lebensmittel und regelmäßige Bewegung. Das geht ganz unkompliziert, ohne viel Equipment und ohne Fitnessstudio, mit dem eigenen Fahrrad. Fahrrad fahren ist Minimalismus leicht gemacht.

2. Mit dem Rad schneller durch den Berufsverkehr

Wer kennt es nicht? Sich morgens durch den Berufsverkehr zur Arbeit zu quälen ist nicht nur eine Strapaze für Stadt und Umwelt, sondern auch für die eigene Befindlichkeit. Man hangelt sich von roter Ampel zu Ampel, hört Beiträge im Radio, die einen weder interessieren noch irgendwie weiterbringen und hängt den eigenen Gedanken ziellos nach. Und auch beim Pendeln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sieht es nicht anders aus. Die meiste Zeit verbringt man wartend am Gleis, lässt sich dann doch zu einem nach Pappe schmeckenden Coffee-To-Go mit süßem Stückchen verleiten und fragt sich, welchen Mehrwert das alles eigentlich hat.

Fährt man dagegen mit dem Fahrrad zur Arbeit, lässt sich all das schnell vergessen. Beim Fahrradfahren schlängelst Du Dich an langen Staus vorbei, musst auf keine verspätete S-Bahn warten und kannst direkt von der eigenen Haustür losradeln, durchtreten, und entspannt ankommen – und das mit den einfachsten Mitteln. Das hat auch eine Studie bewiesen: Mitarbeiter, die morgens mit dem Rad ankommen, arbeiten den Tag über produktiver. Fahrrad fahren wirkt sich dadurch nicht nur positiv auf Deine Stimmung, sondern auch auf die deines Chefs aus.

3. Umgebung kennenlernen – einfach und unkompliziert

Im Auto sitzend nimmt man die Umgebung nur eingeschränkt wahr. Oft besteht sie lediglich aus Ampeln, Straßenschildern und weiteren Autos. Beim Fahrradfahren lässt sich die Umgebung allerdings ganz anders wahrnehmen.

Fahr doch beispielsweise einmal weiter aus der Stadt, um dem Alltag zu entfliehen. Mit dem Fahrrad ändert sich die Perspektive schlagartig: Du entdeckst Neues, nimmst die Natur mit ihren Farben und Formen intensiver wahr. Packe ein paar einfache Leckerbissen ein, eine Flasche Wasser und eine Decke für dein kleines, minimalistisches Abenteuer in der Natur. Mehr braucht es nicht, um dem städtischen Wahnsinn für ein paar Stunden zu entfliehen und durchzuatmen, frei zu sein.

Das ist Minimalismus: das Leben bewusst wahrnehmen. Ohne Spontankäufe, Geldsorgen und Stress.

4. Gutes tun für die Umwelt

Fahrrad fahren ist zu 100% emissionsfrei. Klar, auch für die Produktion der Räder müssen Rohstoffe aufgewandt werden. Für ein Rad werden etwa 5.000 Liter Wasser benötigt. Für die Produktion eines Autos bedarf es allerdings 40.000. Hegt und pflegt man das eigene Fahrrad also, bleibt es einem jahrelang erhalten – und ist irgendwann wirklich CO2-neutral. Fahrräder sind zudem deutlich leiser als Autos und verursachen lediglich einen Bruchteil des Verkehrslärms. Das schont nicht nur die eigenen Ohren, sondern die gesamte Natur. Also: Statt Benzin und Diesel lieber Muskelkraft aufwenden, dabei der eigenen Gesundheit und ganz nebenbei noch der Umwelt etwas Gutes tun. Burn fat, not oil!

5. Fahrradfahren bringt Dich mit Gleichgesinnten zusammen

Das Schönste am Fahrradfahren: Es ist sozial und bringt Dich mit all jenen zusammen, die ähnlich denken. Ob kurzer Plausch an der roten Ampel oder spontane Zusammenkunft am „Fahrradparkplatz“: Auch auf gemeinsamen Radtouren lassen sich Stadt und Umgebung einfach erkunden. Forme echte Freundschaften mit Gleichgesinnten und lernt Euch auf minimalistische Art und Weise kennen.

6. Fahrrad fahren spart Platz

Hast Du mal überlegt, wie viele Fahrräder auf einem Parkplatz parken könnten? Etwa 8 Fahrräder passen im Schnitt auf einen regulären Autoparkplatz. Der Griff zum Rad ist somit auch Bekenntnis zu einer effizienteren Nutzung unserer Verkehrsflächen. Auch im privaten Bereich sind Fahrräder echte „Platzwunder“. Keine Lust auf die alltägliche Parkplatzjagd nach Feierabend? Ein Fahrrad lässt sich praktisch überall abstellen! Mit dem Fahrrad verabschiedest Du Dich von überflüssigen Anhängseln wie Garage und Stellplatz. Und auch in der Wohnung sind Falträder beispielsweise kleine Helferlein, was die Platzaufteilung in der engen Stadtwohnung angeht: eingeklappt lassen sie sich problemlos im Schrank verstauen.

7. …und Geld

Klar, auch ein Fahrrad muss erst einmal angeschafft werden, doch nach Anschaffung verursacht es lediglich geringe Kosten. Der Schlauch möchte das ein oder andere Mal ausgetauscht, die Kette mal nachgezogen werden. Die Nutzungskosten belaufen sich allerdings pro gefahrenen Kilometer auf etwa 20 Cent. Beim Auto liegen die Kosten bei etwa 60 Cent. Oder anders gerechnet: Ein gutes Fahrrad gibt es bereits ab 500€. Das hält mindestens 5 Jahre, je nachdem wie intensiv es gefahren und gepflegt wird. Eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel liegt ohne Vergünstigung bei etwa 1500€. Und ein Auto…kostet knapp 4.000€ im Jahr. Das einfachste, minimalistischste Fortbewegungsmittel ist zudem auch das günstigste.

Das Fahrrad erlaubt Dir, gesund in Bewegung zu sein, Deinen Beitrag zur Umwelt zu leisten, Gleichgesinnte zu treffen. Das Fahrrad erlaubt Dir, freier zu sein.

Also: Burn fat, not oil.

Liebe Dina, vielen herzlichen Dank für Deinen tollen Gastartikel.

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Ein besonderes Herzbankerl in Schönwald (Oberfranken)

Neulich waren wir, meine Nichte Delia, Hündin Zara und ich, auf einer Gassi-Runde unterwegs, als wir an diesem schönen Herzbankerl vorbei gingen. Diese Sitzbank befindet sich im nordwestlichen Rand des Ortes Schönwald. Am daneben stehenden Baum sind wundervolle und weise Sprüche angebracht, die mir sofort aufgefallen waren und ich gerne hier mit Dir teilen möchte.

Gehe Deinen eigenen Weg

Glaube an Dich

Folge Deinem Herzen

Sei mutig und trau Dich

Genieße den Moment

Tanze im Regen

Zähle die Sterne

Sei glücklich

Entdecke die Welt

Sei immer Du selbst

Tu was Dich glücklich macht

Sei einzigartig

Höre niemals auf zu träumen

Lebe Dein Leben

Irgendwie passt es zur aktuellen Situation, denn es ist gar nicht lange her, als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Oberfranken zurückzukehren. In dieser Region habe ich einen Teil meiner Kindheit verbracht, bevor ich im Jahr 2000 nach Hannover umgezogen war.

Ich freue mich sehr auf die baldige Rückkehr, an die Nähe zur Familie, auf die spannende Lebenszeit sowie alle einhergehende Herausforderungen.

In diesem schönen Ort Schönwald steht dieses Holzbankerl, wo für mich nicht nur ein Neuanfang sondern bald ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Ich empfehle Dir einen Ausflug nach Schönwald, um nicht nur dieses Herzbankerl sondern auch den Naturpark des Fichtelgebirge kennenzulernen oder weiter zu erkunden. In diesem Ort und in direkter Nähe gibt es eine schöne Ferienwohnung, die von meiner Schwester Oxana angeboten wird. Ein herzlicher Empfang ist garantiert!

Von hier aus hast Du einen guten Startpunkt, um Dich in einer traumhaften Natur des gesamten Fichtelgebirges aufzuhalten. Egal ob für nur einen Tag oder gar eine Urlaubswoche, es wird Dir ganz sicher gefallen!

Ich kenne bereits einige schöne und gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, wie z.B. von Schönwald bis nach Weißenstadt. Von dort aus ist ein Aufstieg auf den Ochsenkopf (1024 m ü. NHN) oder den Schneeberg (1051 m ü. NHN) nicht nur möglich sondern innerhalb weniger Stunden vollbracht. Soll es etwas näher sein? Sehenswert ist auch der nur etwa 4,5 km entfernte Große Kornberg (827 m ü. NHN), der nördlichste Eckpfeiler des Fichtelbergs.

Du kannst Dich gerne bei mir oder meiner Schwester melden.
Wir würden uns freuen!

Bikepacking – Packliste für Deine minimalistische Radreise

Vor genau zwei Jahren bereitete ich mich auf meine erste Europa-Radreise vor und stellte mir die wichtigste Frage. „Welche Sachen benötige ich für eine mehrmonatige Radreise und was davon ist überhaupt unverzichtbar?“ Ich hatte nicht viel Zeit für diese Vorbereitung, also packte ich so zusammen, wie es im damaligen Moment richtig erschien, und fuhr los.

Auf der Europa-Radreise im Sommer 2018, mit 136 Liter an Taschenvolumen und etwa 14,5 Kilogramm an Gesamtausrüstung (ohne Lebensmittel).

Schon während dieser Reise stand für mich fest, dass ich das nächstes Mal mit weniger Taschen und somit mit weniger Gewicht unterwegs sein werde.

Letztes Jahr entdeckte ich das Bikepacking und wollte es unbedingt auf dem anstehenden Alpencross anwenden. Es ist eine deutlich größere Reduzierung an Gegenständen. Deshalb gilt bei Radreisen jeglicher Art und Dauer nunmehr; noch weniger ist noch mehr. Probiere Du es auch unbedingt aus!

Selbst wenn Minimalismus für Dich nicht unbedingt ein Begriff und eine Lebenseinstellung ist, wirst Du vielleicht bereits einige Ideen haben oder schon in der Vorbereitung Deiner mehrtägigen Radtour oder gar mehrmonatigen Radreise sein.

In diesem Beitrag zeige ich Dir meine Packliste aus der letztmaligen Sommerreise im Jahr 2019. Ich war mit einem Mountainbike drei Wochen lang in den Alpen unterwegs und war glücklich darüber, dieses Mal deutlich weniger Gepäck – weniger Ballast – dabei zu haben. Das nächste Mal ist sicherlich noch etwas weniger dabei. Die Listen werde ich selbstverständlich aktualisiert halten.

Zu der nachfolgenden Auflistung sei noch gesagt, dass mir die Menge der Gegenstände weiterhin wichtiger ist als das Gewicht, daher wurden keine Einzelgewichte erfasst und aufgelistet. Ebenso finden sich keine Links und Empfehlungen zu Produkten, da dies sehr individuell sein kann. Wenn Du aber mehr Informationen benötigst, kannst Du mich gerne jederzeit fragen.

1. Seat Pack – Satteltasche

In die hintere „Seat Pack – Satteltasche“ verstaut werden eher leichte Sachen, wie zum Beispiel Radbekleidung und wenige weitere Sachen, siehe nachfolgende Liste …
  • 2 Garnituren an Radbekleidung, bestehend aus jeweils einem Radtrikot, einer Radhose (unbedingt mit Polsterhose drunter) und Socken. Ein Garnitur ist für den nächsten Tag als Reserve, damit bereits benutzte Bekleidung nach dem Waschen am Vortag, ausreichend Zeit zum trocken hat.
  • Funktionsshirt/Unterhemd lang (für niedrige Temperaturen)
  • Wanderhose – dient auch als Radhose bei Kälte und Regen (teilbar und vielseitig einsetzbar, besonders in Freizeit)
  • Ein Paar an Socken, jeweils in kurz, lang & warm
  • Sportshirt (für Freizeit und als Reserve)
  • Sport-Fleecepullover (für niedrige Temperaturen und Freizeit)
  • Sporthose kurz (dient auch als Badehose)
  • Zwei Unterwäsche Sport (schnell trocknend)
  • Badetuch, mittelgroß, in einer Hülle (kompakt und schnell trocknend)
  • Sitzunterlage, in einer Hülle (kompakt und leicht)
  • Edelstahlschale (für z.B. Obst und Gemüse)
  • Klappbesteck (Messer/Gabel/Löffel)
  • Rasierer mit einem Ladegerät (möglichst mit einem Akku)

2. Rahmentasche

In die „Rahmentasche“ verstaut werden sollten überwiegend schwere Sachen aber auch die, die schnell mal benötigt werden, wie z.B. ein Kettenschloss oder eine Luftpumpe. Der Schwerpunkt am Fahrrad bleibt günstiger Weise in der Mitte und wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus.
1. Teil: Sonstige Gegenstände:
  • Badetuch, mittelgroß, in Hülle (kompakt und schnell trocknend) – wenn nicht in der Satteltasche verstaut
  • Sitzunterlage, in Hülle (klein und leicht) – wenn nicht in der Satteltasche verstaut
  • 1-2 Sonnencreme(s) als Spray (leichter und schneller anzuwenden)
  • Zahlen-Vierkantketten-Schloss von Abus (meiner Meinung nach vollkommen ausreichend, so braucht es kein schweres Faltschloss sein)
  • 1-2 Powerbank(s) mit Ladekabel(n)
  • Shampoo
  • Aleppo-Seife (dient auch zur Verwendung als Waschmittel)
  • Stativ für eine Kamera (kompakt, leicht und mit flexiblen Beinen)
2. Teil: Ersatzteile und Werkzeug:
  • Multitool mit Kettennieter (unbedingt, wenn die Kette reißt)
  • Weitere Inbusschlüssel und evtl. weiteres Werkzeug (um ein Kettenblatt an der Kurbel zu wechseln)
  • Kettenblatt, bei 3-Fach Kurbel (Immer das Kettenblatt mit dem höchsten Verschleiß)
  • Kleine Zange (um z.B. Bremsbeläge zu tauschen oder Kabelbinder zu kürzen)
  • Luftpumpe (für mehrere Ventile geeignet, falls mal unterwegs ein Schlauch auf eine andere Ventilart gewechselt wird)
  • 1-2 Sets an Bremsbeläge
  • Flickzeug mit Reifenhebern
  • Reifenheber in Reserve (falls welche brechen oder verloren gehen)
  • Ersatzschlauch (unbedingt, da ein geplatzter Schlauch nicht geflickt werden kann)
  • SPD Platte(n) mit Schrauben, für Klickschuhe (kann mal verloren gehen)
  • 2-3 Kettenschlösser (sehr wichtig, wenn unterwegs die Kette reißt)
  • 5 Kabelbinder (haben sich immer wieder auf Reisen bewährt)

3. Handlebar Pack – Lenkertasche

In die „Handlebar Pack – Lenkertasche“ kommen nur wenige aber wichtige Sachen, wie zum Beispiel ein Zelt.
  • Trekking-Zelt für 1-2 Person(en) (mittig der Tasche platziert)
Geheimtipp: Ich verwende das Trekking-Zelt Trek 900 von Decathlon. Mit einem Gesamtgewicht von 1,3 kg, kompakt und komprimierbar in einer 4,2-l-Hülle, mit Maße: 39 × 11 × 10 cm, passt es perfekt in die Lenkertasche. Zudem liegt der Preis deutlich unter gewöhnlichen Trekking-Zelten.
  • Schlafsack (seitlich der Tasche platziert)
  • Schlafsack Inlett (für kältere Nächte)
  • Camping-Kissen, aufblasbar (im Zwischenspalt vom Zelt zur Tasche, platziert)
  • Luftmatratze, aufblasbar (leicht und kompakt, um das verpackte Zelt gewickelt)
  • Haferflocken und Trockenfrüchte (seitlich der Tasche platziert)

Anmerkung: Werden diese Sachen so verstaut, ergibt sich eine angenehme Länge der Tasche und nichts ist gequetscht oder steht über. Die Haferflocken und Datteln sind bei mir immer dabei, als Reserve und gesicherte Versorgung für Tage, wenn kein Einkauf möglich sein sollte.

Das Gesamtgewicht der drei Taschen, mit samt dem aufgelisteten Inhalt, liegt bei etwa 6,5 kg.

4. RUCKSACK und SONSTIGES

Auf dem Münsterplatz in Konstanz. Im Hintergrund ist die Kirche Konstanzer Münster. In den letzten Tagen des Alpencross umrundete ich den Bodensee.

In einem kleinen 12 L Rucksack bewahre ich die wichtigsten und wertvollsten Sachen auf. Der restliche freie Platz ist für Verpflegung unterwegs und einen späteren Einkauf, bevor es zu einem Campingplatz geht. Außerdem ist der Rucksack immer bei mir und ich habe keine Sorge um möglichen Diebstahl anderer Gegenstände.

  • Portemonnaie (immer etwas Bargeld in einem Zwischenfach für Notfälle)
  • Digitalkamera, kompakt und handlich (eine Sony RX 100 M3 mit Case)
  • Vaude Jacke (wasserdicht, federleicht und kompakt) – schnell griffbereit bei schnellen und langen Abfahrten in den Pässen
  • Zweites Paar an Fahrradhandschuhen (lang oder kurz, je nach aktueller Verwendung, immer griffbereit)
  • Helmüberzug (bei Regen)
  • Unterziehmütze (bei Temperaturen unter 10° C)
  • Beinlinge (bei Temperaturen unter 5° C)
  • Wechselgläser für Radbrille (passend für Dämmerung oder Dunkelheit)
  • Kopfhöher
  • Notizblock, Kugelschreiber und Bleistift
  • Erste Hilfe Set Traveller, nach DIN 13167
  • Beleuchtungsset, das Highlux 30 von Litecco (leicht, kompakt und mit entsprechenden leicht anzubringenden Halterungen)
  • Taschentücher
  • Bio-Müllbeutel
  • Verpflegung für den Reisetag (Obst, Nüsse & Trockenfrüchte)
5. Ausrüstung am Körper und ebenso wichtig …
  • Robuste Trekking/MTB-Fahrradschuhe (Shimano SH-XM7)

Ich kann diese sehr bequemen Radschuhe sehr empfehlen, da nicht nur wind- und wasserdicht sondern vielseitig anwendbar. In Freizeit und bei Wanderungen (in den Alpen) haben sich diese Schuhe ebenfalls schnell bewährt.

  • Und natürlich ein Fahrradhelm. Versteht sich wegen der Sicherheit, fast schon von selbst.

In einem weiteren Beitrag werde ich Dir mitteilen, welche Technik ich unterwegs für die Navigation verwende. Zudem empfehle ich eine Karten-App, mit der die Routen einfach und schnell unterwegs geplant werden können.

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesem Beitrag helfen konnte. Wenn Du Fragen oder weitere Tipps und Tricks hast, so hinterlasse bitte ein Kommentar oder kontaktiere mich per Mail.

Gokan no Ge – 5 Gedanken vor der Mahlzeit

Der Zen-Buddhismus ist ein Übungsweg – im Geiste der Achtsamkeit – um den Geist zu klären und das Herz zu beruhigen.

Mit Zazen (jap. 座禅, dt. „Sitzmeditation“) – die im Lotossitz auszuführende gegenstandslose Meditation des Zen-Buddhismus – erlangst Du mehr Achtsamkeit in Deinem Alltag.

Das „Gokan no Ge“ oder die „Fünf Gedanken“, ist ein buddhistischer Gesang, der vor Mahlzeiten angestimmt wird. Es genügt natürlich, es nur gedanklich zu praktizieren. Viel wichtiger ist die Achtsamkeit und Dankbarkeit vor und während der Aufnahme einer Mahlzeit.

Gokan no Ge 
  1. Denke nach, woher die Nahrung vor Dir kommt – wie sie angebaut, zubereitet und serviert wurde. 
  2. Denke über Deine Tugenden und Dein Verhalten nach. Bist Du der Mahlzeit würdig? 
  3. Konzentriere Dich allein auf die Mahlzeit vor Dir, nimm Dir Zeit für sie und denke an nichts anderes.  
  4. Iss nicht wie ein Gourmet, urteile nicht, ob das Mahl schmeckt oder nicht. Es dient einzig der Lebenserhaltung.  
  5. Sei dankbar für alles und esse mit Dankbarkeit. Eine Mahlzeit zuzubereiten und zu sich zu nehmen, sobald meditiert wurde, ist Teil des Weges auf dem tugendhaften Weg des Buddhismus. 

An jedem Punkt sitzt er aufrecht, legt seine Hände im Gebet zusammen und sagt mit klarer Stimme „itadakimasu“. Ein japanischer Begriff, der vor den Mahlzeiten verwendet wird, um Dankbarkeit und Demut auszudrücken. Erst dann kann der Mönch endlich seine Essstäbchen nehmen, um sein Essen zu genießen. Diese fünf Punkte basieren auf zwei wichtigen Zen Büchern,  Tenzé Kykun und Fushuku Hanpé, die vorschreiben, wie man Nahrung zubereitet und zu sich nimmt. Beide Texte wurden von Dogen Zenji zusammengestellt. 

Dōgen Zenji, auch Kigen oder nach dem von ihm gegründeten Tempel Eihei-ji. Eihei (japanisch 道元禅師 Dōgen Zenji – Meister Dōgen;希玄, 永平) (* 26.Januar 1200 in Uji; † im Spätsommer 1253 in Kyōto) war ein Lehrer des japanischen ZenBuddhismus und einflussreicher Abt. 

Nachdem er schon einige Jahre im Kennin-ji-Kloster Mönch war, ging Dogen 1223 nach China, wo er unter Meister T`ien-t`ung Ju-ching tiefe Erleuchtung erfuhr. 1227 kehrte er nach Japan zurück und lebte im Kloster Kennin-ji in Kyoto. 1236 gründete er das Kosho-ji, das erste Sōtō-Zen-Kloster Japans. Doch betrachtete er sich nicht als Gründer einer neuen „Sōtō-Sekte“, sondern nur als Erneuerer der ursprünglichen, authentischen Buddha-Lehre, die er auf einer Chinareise entdeckt zu haben meinte.

1243 verließ er das Kloster, da er seine Übertragungslinie vom weltlichen Einfluss fernhalten wollte, und zog sich in den Bergen in der Provinz Echizen zurück. Dort lebte er zunächst in einer Einsiedelei, doch aus der Hütte in der er dort lebte, entwickelte sich mit der Zeit das große Kloster Eihei-ji, das bis heute, neben dem Soji-ji, das wichtigste Kloster des jap. Soto-Zen ist. Er übertrug die Chan-Schule mit der rituell und kollektiv geübten Sitzmeditation Zazen aus China nach Japan.

Vielleicht konnte ich Dich mit diesem Artikel dazu bewegen, es auszuprobieren oder gar möglichst oft und ähnlich zu praktizieren. Berichte mir gerne von Deiner bisherige Erfahrung.